Schön wars ... in Guatemala!

Wir blättern die Seite um ud beenden damit das Kapitel Guatemala. 40 Tage waren wir hier, noch 47 bis zum Rückflug. Es fällt uns schwer den Rhythmus des Reisens, nach unserer Zeit in Nebaj, wiederzufinden. Uns fehlen die Freunde, die hiesigen wie auch Ihr!
Unser nächster Stopp heisst San Cristóbal de las Casas und befindet sich im Chiappas, Mexiko. Mit grossen Augen entdecken wir das koloniale Städtchen und finden lange Vermisstes vor: Bücherläden, wovon man in Guatemala, in den uns bekannten Orten, nur träumen kann, säumen die Strassen und füllen die Innenhöfe aus. Programmkinos mit alternativer Filmauswahl, geschmackvoll dekorierte Läden mit aus der Region stammendem Kunsthandwerk, oder einfach nur ein nettes Café zum Entspannen. San Cristóbal ist voll davon!
Wir bereiten den Schlachtplan vor. Cédric Gesnouin, ein alter Schulfreund Stéphanies, organisiert sich ein paar freie Tage von seiner Arbeit in Monterrey und kommt uns besuchen. Mit Emely aus Washington D.C. entdecken wir zu Boote den Cañon del Sumidero. Und mit dem Bus geht es zum Markt von San Juan Chamula, wo die Indianer mit weissen oder schwarzen Schafspelzen und Ledersandalen durch die Strassen wandern. Besonders kontrastreich wird es mit dem am Gürtel angebrachten Handy!

Die Situation der Indianer im Chiappas ähnelt der guatemaltekischen. Zudem gehörte der Bundesstaat vor etwas mehr als 100 Jahren noch zum Nachbarland. Die Erde ist voll von kostbaren Rohstoffen, und von der Regierung wird alles Mögliche getan, diese Reichtümer in die Hände von ein paar oberreichen Fuzies zu legen. Doch die Ureinwohner, die, man könnte glauben, nur noch ihrer billigen Arbeitskraft wegen, geduldet werden, wollen ihren Anteil. Schliesslich handelt es sich um ihren Grund und Boden. Doch stattdessen leiden sie unter Analphabetismus, Unterernährung und extremster Armut.
Viele Organisationen und verschiedenste Bewegungen haben sich in den letzten hundert Jahren gegründet, politische wie militärische, die von sich selber behaupten für die Interessen der Indianer zu kämpfen. Die international bekannteste ist wohl die Ejército Zapatista de Liberación Nacional (EZLN), eine Guerrillagruppe, die 1994 für Aufregung sorgte, als sie drei Städte im Chiappas, darunter auch San Cristóbal, besetzten. Nach wenigen Tagen wurden sie vom Militär weit in den Dschungel Lacandona vertrieben, wo sie noch heute agieren. Zunächst traf die Bewegung auf viel Wohlwollen in der Bevölkerung, doch sieht die Situation heute etwas anders aus. Zwei Dokumentarfilmer, die die Jugendherberge mit uns teilen, klären uns ein wenig darüber auf. Viel Konkretes passiert kaum und man weiss, dass jegliche ernsthafte Gefahr für die Regierung oder sonstige Gruppierung in Mexiko schnell aus dem Weg geräumt wird!

Doch schweifen wir nicht zu weit in Nichtigkeiten ab. Als wahres Abenteuer stelt sich unsere Fahrradtour in den Bergen heraus. Mit highclass BMX-Rädern geht es bergauf und -ab, über enge, steinige Pfade, und steiles Gefälle, die den Puls und Adrenalingehalt umgekehrt exponentiell steil in die Höhe schiessen lassen.
Cédric verlässt uns am Sonntag, und uns bleiben noch drei weitere Tage, in denen wir uns genüsslich Entspannen, durch die Geschäfte ziehen und Geschenke kaufen und allabendlich in den Kinos spannende Dokumentarfilme über den Chiappas und seine Geschichte oder die Lehreraufstände in Oaxaca im letzten Jahr regelrecht aufsaugen.
Leider muss sich unser Geldbeutel nach dem günstigen Guatemala wieder an die mexikanischen Tarife gewöhnen, und unsere Aktivitäten wie die Geschenke haben unser Budget ordentlich auf die Probe gestellt.
Die letzte Etappe beginnt aussergewöhnlich spannend, doch macht sich gelegentlich ein Heimweh bemerkbar. Man zählt die Tage und die Lust, Neues zu entdecken, lässt gemächlich nach. 137 Tage sind eine lange Zeit, doch zählt dies ebenfalls zu den Erfahrungen einer Reise.
San Cristobal de las casas...
J - 47 avant notre retour. Il est temps d'amorcer notre remontée vers Guadalajara - dernière étape de notre voyage. Nous quittons en tout cas le Guatemala remplis d'impressions fortes mais nous sommes aussi heureux de retrouver le Mexique.
Première alte : la fameuse ville de San Cristobal de las casas au coeur des Chiapas. Nous nous y sentons tout de suite à notre aise. Dans cette vielle ville au pur style colonial règne une atmosphère agréable. Il y a beaucoup de jeunes, de lieux alternatifs, de magnifiques boutiques, de librairies...en somme, on peut difficilement s'ennuyer.

D'autant plus qu'on a rendez-vous ici avec un vieil ami d'enfance : Cédric, qui descend de Monterrey pour nous rejoindre un long week-end. On est tout les deux étonnés de se retrouver là, si loin de notre Saint Hilaire natal! On profite donc ensemble de la ville, on partage nos impressions ce qui donne lieu à des discussions plutôt marrantes. Comme il connaît maintenant bien le pays, il nous fait découvrir des spécialités notamment la "michelada"...vous ne devinerez jamais ce que c'est... et bien il s'agit de bière à laquelle on mélange du jus de viande et un peu de piment...hum! j'avoue que je ne suis pas vraiment fan.
On descend aussi le canion del Sumidero en lancha. On peut y voir d'immenses croccodiles (5m) vivre dans leur environnement naturel, et le paysage est à couper le souffle. Dans la montagne alentour, nous partons en VTT. C'est l'occasion de se muscler un peu et d'apercevoir ces belles bergères filer la laine au milieu de leur troupeau. On ne vous

montrera pas d'images car dans le respect des communautés indigènes nous n'emporterons pas notre appareil. La descente finale vers San Cristobal est extrême. Nous atterrissons alors autour d'une bière : remède contre les courbatures du lendemain - Ca marche! (attention, une seule bière suffit pour drainer les toxines musculaires!).
Nous flanons dans les rues, visitons les petites salles de ciné alternatifs pour visionner des documentaires sur l'OMC, la crise de Oaxaca de l'an passé et sur les zapatistes d'hier et d'aujourd'hui. A ce sujet, nous apprendrons que la réalité du mouvement est plutôt flou. Aujourd'hui, c'est d'ailleurs plus un mythe qu'une réalité pour les communautés indigènes.
Cédric doit déjà repartir. Nous, nous restons encore quelques jours et arpentons les marchés artisanaux qui foisonnent ici.
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