Entspurt in Mexiko-City
Etwas überrascht empfängt uns unsere Gastfamilie, etwas bleich und früher als geplant erreichen wir die letzte Station. Erst einmal ein wenig Ruhe und Antibiotika für den Verdauungstrakt. Relativ schnell erholen wir uns und raffen uns für die abschließenden Aktivitäten auf.
Denken wir zum Beispiel an den Botadero oder Guatemala zurück erscheint es uns wie eine Ewigkeit. Doch die Ankunft in Mexiko vor viereinhalb Monaten scheint letzte Woche gewesen zu sein. Das Zeitgefühl in unseren Erinnerungen wirkt verdreht. Die Reihenfolge der einzelnen Etappen stimmt nicht mehr. Wir baden in den Ereignissen, der letzten Wochen und Monaten. Es ist getan! Doch bleibt uns noch die Hauptstadt.
Als wir am Anfang der Reise standen fühlten wir uns reichlich überfordert und konnten kaum vom Angebot profitieren. Doch ist und bleibt Mexiko-City ein ganz große Ausnahme. Wirklich attraktiv ist uns dieser Ort nicht. Hässlich gibt sich die Stadt und ein ständiges, unsicheres Gefühl begleitet uns an den verschiedensten Ecken und Enden. Wir erfüllen das Touristenprogramm und erledigen unsere letzten Einkäufe. Doch warten wir auch auf unseren Abflug. Die letzten Tage ziehen sich ein wenig in die Länge. Vor allem zeigt sich das Wetter von der schlechtesten Seite, die Regenzeit hat begonnen, was uns zu eher unfreiwilligem Stubenhockerdasein zwingt.
Die allerletzte Etappe rückt heran. Das Gepäck! Schaffen wir auch alles unterzubringen, und wird unser ganzes Geschirr und sonstiger zerbrechlicher Kram auch sicher in Paris ankommen? Das einchecken klappt einwandfrei! Noch ein Käffchen mit Stephany und wir begeben uns schließlich in den Wartebereich.
Das Abenteuer geht zu Ende und wir warten auf unsere Familie und Freunde. Noch müssen wir insgesamt 14 Stunden Reisen überstehen. Das Wetter ist mittelmäßig, wird das Flugzeug starten dürfen? Ein letztes Mal werden unsere Flugtickets geprüft, das Handgepäck mit dem Zerbrechlichem verstaut, die Turbinen brausen auf und wir verlassen mexikanischen Boden! Viereinhalb Monate bleiben in unserem Herzen. Es gibt viel zu erzählen, viele Fotos zu zeigen und Reisen ist eigentlich nur halb so kompliziert, als wie man sich so vorstellen mag. Warten wir aufs nächste Abenteuer!
Sunday, July 22, 2007
Der Norden
Wir entscheiden uns in den letzten zwei Reisewochen ein wenig umzudisponieren. Ein kleiner Abstecher in den Norden, noch weiter als Guadalajara, soll die Kilometerzahl noch ein wenig höher treiben, auch wenn unser Geldbeutel prinzipiell anderer Meinung ist. Aber alle Bekannten weisen uns darauf hin, dass es sich lohnt in den kulturreichen Städte Zacatecas und Guanajuato vorbeizuschauen. Wir verbringen wir ganz unerwartet noch ein paar spannende Tage - in jeglicher Hinsicht.
Wieder erwartet uns ein neues Bild. Kein Schachbrettmuster durchzieht die Städte, sondern verwinkelte, kleine Straßen, die bergauf und bergab zu schweißtreibenden Spaziergängen führt. Edelmetalle übersäen die Gesteinsschichten und ließen in unglaublicher Geschwindigkeit die Städte in den eher wüstenhaften, menschenunfreundlichen Gegenden gedeihen. Der schnelle Reichtum führt zur kulturellen Vielfalt und einer recht anschaulichen Architektur. Man fühlt sich eher in südeuropäischen Regionen katapultiert. Einer der wenigen Nachteile sind die extrem hohen Preise. Für Übernachtung und Verpflegung darf man mindestens die Hälfte nochmal draufschlagen. Doch was solls, nicht alle Tage gönnt man sich dieses kleine Vergnügen.
Zacatecas empfängt uns mit ereignisreichen Abendveranstaltungen. Durch die gesamte Stadt, bis spät in die Nacht, ziehen selbst organisierte Umzüge, die mit viel Lärm, manchmal erträglicher, manchmal weniger die Einwohner bei Laune halten wollen. Mit großen Vergnügen lassen wir uns von unserem Instinkt durch die Straßen führen und verlaufen uns regelmäßig, verlieren uns in dem Labyrinth. Schade, dass wir nicht noch etwas mehr Zeit besitzen um wirklich in die Stadt eintauchen, ihre geheimen Ecken entdecken und auch am wirklichen Leben teilnehmen zu können. Es bleibt ein schöner Moment.
Die Ankunft in Guanajuato ist ganz besonders. Der Stadtbus lässt uns mitten in einem dunklem Tunnel aussteigen. Wir fragen zur Sicherheit gleich zweimal beim Busfahrer nach, der uns geduldig versichert, dass wir uns hier im Zentrum der Stadt befinden. Eigenartig! Doch weißt er uns auf eine kleine Treppe, an deren Ende ein kleiner Lichtschein zu erkennen ist. Schwerbeladen quälen wir uns Stufe für Stufe in die Höhe, und wir erreichen den zentralen Platz . Mittlerweile konnten wir einen Großteil unserer Geschenke schon in Guadalajara besorgen und ziehen nun diese in unseren neu erstandenen Koffern hinter uns her. Unglücklicherweise nicht die praktischste Art zu Reisen. Die Suche nach einem angenehmen Hotel dauert länger als erwartet. Die Preise scheinen sich gegenseitig immer weiter in die Höhe treiben zu wollen. Uns stockt der Atem. Wir finden etwas halbwegs Anständiges und Bezahlbares und stürzen uns ins Nachtleben. Es wimmelt von Bars und Restaurants. Das Erste was uns das Hirn duchwandert ist ein leckeres Steak, eine Spezialität des Nordens. Ja, blutig bitte. Hmmm, was für ein Genuß. Nichts gegen Tortillas und Bohnen und die ganzen mexikanischen Leckereien. Doch ist es schon so lange her, dass wir ein so richtiges Steak genießen durften!
Ein Nacht wollen wir bleiben und in der nächsten Nacht nach Mexiko-City mit dem Bus zurückfahren. So dachten wir uns das, aber das Schicksal war nicht der selben Meinung. Das Bett teilten wir uns mit hungrigen Milben, oder ähnlichem Ungeziefer, was uns mit Bissen übersäte. Nach ungefähr zwei Stunden Schlaf, mehr war durch ständige Juckreize unmöglich, durften wir uns auf der Toilette ordentlich entleeren. Man glaubt es nicht: die letzte Woche erwischt uns die Turista. Das Wetter ist schlecht, wir frieren und haben Bauchschmerzen. Was jetzt? Wir buchen das Ticket um und fahren direkt mit dem Bus nach Mexiko. Zum Glück gibt es ein brauchbares Klo an Bord, nur so überstehen wir die Fahrt.
Wir entscheiden uns in den letzten zwei Reisewochen ein wenig umzudisponieren. Ein kleiner Abstecher in den Norden, noch weiter als Guadalajara, soll die Kilometerzahl noch ein wenig höher treiben, auch wenn unser Geldbeutel prinzipiell anderer Meinung ist. Aber alle Bekannten weisen uns darauf hin, dass es sich lohnt in den kulturreichen Städte Zacatecas und Guanajuato vorbeizuschauen. Wir verbringen wir ganz unerwartet noch ein paar spannende Tage - in jeglicher Hinsicht.
Wieder erwartet uns ein neues Bild. Kein Schachbrettmuster durchzieht die Städte, sondern verwinkelte, kleine Straßen, die bergauf und bergab zu schweißtreibenden Spaziergängen führt. Edelmetalle übersäen die Gesteinsschichten und ließen in unglaublicher Geschwindigkeit die Städte in den eher wüstenhaften, menschenunfreundlichen Gegenden gedeihen. Der schnelle Reichtum führt zur kulturellen Vielfalt und einer recht anschaulichen Architektur. Man fühlt sich eher in südeuropäischen Regionen katapultiert. Einer der wenigen Nachteile sind die extrem hohen Preise. Für Übernachtung und Verpflegung darf man mindestens die Hälfte nochmal draufschlagen. Doch was solls, nicht alle Tage gönnt man sich dieses kleine Vergnügen.
Zacatecas empfängt uns mit ereignisreichen Abendveranstaltungen. Durch die gesamte Stadt, bis spät in die Nacht, ziehen selbst organisierte Umzüge, die mit viel Lärm, manchmal erträglicher, manchmal weniger die Einwohner bei Laune halten wollen. Mit großen Vergnügen lassen wir uns von unserem Instinkt durch die Straßen führen und verlaufen uns regelmäßig, verlieren uns in dem Labyrinth. Schade, dass wir nicht noch etwas mehr Zeit besitzen um wirklich in die Stadt eintauchen, ihre geheimen Ecken entdecken und auch am wirklichen Leben teilnehmen zu können. Es bleibt ein schöner Moment.
Die Ankunft in Guanajuato ist ganz besonders. Der Stadtbus lässt uns mitten in einem dunklem Tunnel aussteigen. Wir fragen zur Sicherheit gleich zweimal beim Busfahrer nach, der uns geduldig versichert, dass wir uns hier im Zentrum der Stadt befinden. Eigenartig! Doch weißt er uns auf eine kleine Treppe, an deren Ende ein kleiner Lichtschein zu erkennen ist. Schwerbeladen quälen wir uns Stufe für Stufe in die Höhe, und wir erreichen den zentralen Platz . Mittlerweile konnten wir einen Großteil unserer Geschenke schon in Guadalajara besorgen und ziehen nun diese in unseren neu erstandenen Koffern hinter uns her. Unglücklicherweise nicht die praktischste Art zu Reisen. Die Suche nach einem angenehmen Hotel dauert länger als erwartet. Die Preise scheinen sich gegenseitig immer weiter in die Höhe treiben zu wollen. Uns stockt der Atem. Wir finden etwas halbwegs Anständiges und Bezahlbares und stürzen uns ins Nachtleben. Es wimmelt von Bars und Restaurants. Das Erste was uns das Hirn duchwandert ist ein leckeres Steak, eine Spezialität des Nordens. Ja, blutig bitte. Hmmm, was für ein Genuß. Nichts gegen Tortillas und Bohnen und die ganzen mexikanischen Leckereien. Doch ist es schon so lange her, dass wir ein so richtiges Steak genießen durften!
Ein Nacht wollen wir bleiben und in der nächsten Nacht nach Mexiko-City mit dem Bus zurückfahren. So dachten wir uns das, aber das Schicksal war nicht der selben Meinung. Das Bett teilten wir uns mit hungrigen Milben, oder ähnlichem Ungeziefer, was uns mit Bissen übersäte. Nach ungefähr zwei Stunden Schlaf, mehr war durch ständige Juckreize unmöglich, durften wir uns auf der Toilette ordentlich entleeren. Man glaubt es nicht: die letzte Woche erwischt uns die Turista. Das Wetter ist schlecht, wir frieren und haben Bauchschmerzen. Was jetzt? Wir buchen das Ticket um und fahren direkt mit dem Bus nach Mexiko. Zum Glück gibt es ein brauchbares Klo an Bord, nur so überstehen wir die Fahrt.
Monday, July 02, 2007
Guadalajara
Kommt aus dem Arabischen und bedeutet soviel wie "Fluss aus Steinen", befindet sich in der nördlicheren Hälfte Mexikos und ist mit 5 oder 6 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt nach Mexiko-City. Wir sind etwas verwirrt. Lässt man die letzten vier Monate nochmal an sich vorüberziehen, fühlt man sich hier in eine andere Welt katapultiert. Sind wir wirklich noch in Mexiko?
Wirtschaftlich geht es dem Norden wesentlich besser. Die Strassen sind sauberer und überdimensionierte Einkaufszentren sprießen an jeder Ecke aus dem Boden. Es ist beeindruckend, wie sich das Bild Mexikos ändert. Abrundend kommt hinzu, dass sich die spanischen Eroberer und Siedler bedeutend weniger mit der indianischen Bevölkerung vermischt hat. Grund für die klare Hautfarbe und die nicht selten blauen Augen.
Man könnte meinen, dass wir ein all-inklusiv-Angebot gebucht haben. Unsere Gastfamilie, die Mutter und Geschwister von Stéphanies Schwägerin, Minerva empfängt uns herzlichst in ihren vier Wänden. Wir lassen uns so richtig verwöhnen. Eine äußerst angenehme Abwechslung nach vier Monaten Selbstversorgung. Teresa, die Mutter, führt uns durch kulinarische Feinschmeckereien. Jeden Tag gibt es eine neue Spezialität auf dem Tisch. Ob selbstgemachte Enchiladas, in Chilisoße getränkte Tortillas mit Rindfleisch gefüllt und mit Salat, Käse und Soße verfeinert, oder betrunkenes Huhn, in Biersoße gekochtes Hähnchenfleisch mit leckeren Bohnen, Sahne und Tortillas, oder ein schmackhafter Schrimpscocktail. Unser Gaumen erquickt sich an den erlesenen, würzigen Speisen. Nach einer Chiliüberdosis erfrischt man sich mit kühlendem Wasser aus Tamarindofrüchten, Jamaicablättern oder Papayafrucht. Es ist ein Traum!
Nach einer ordentlichen Stärkung geht es auf tatsächliche Reise. Teresa führt uns durch das historische Zentrum und über die Märkte. Am Wochenende fahren wir aufs Land, nach Atotonilco, wo wir einen Teil der 14-köpfigen Familie kennenlernen. Das sollte doch mal kurz erwähnt werden: der 88-jährige Großvater zählt 13 Kinder, 42 Enkel und 19 Urenkel! Doch an all die Namen konnte er sich nur mit Einflüstern erinnern.
Zu guter Letzt dürfen wir noch eine Lucha Libre erleben. Es ist eine mexikanische Form des Catch und ähnelt dem amerikanischen Wrestling. Ein Showkampf, wo es nicht wirklich um einen Gewinner geht. Was zählt, ist die Stimmung. Das Bier fließt literweise, es wird geraucht und man isst frittierte Schweinehaut (Chicharron) oder Chips in Chilisoße. Ziel des ganzen Abend ist soviel und so laut wie möglich zu beschimpfen. Entweder die Kämpfer im Ring, man sucht sich seinen Favoriten nach Lust und Laune aus, das Publikum auf der gegenüberliegenden Seite, oder seinen Sitznachbarn. Besonders beeindruckend sind die Gesänge zwischen den teuren und billigen Sitzplätzen: "Pobres, pobres, chingan a sus madres!". Schwer haben es auch die übergewichtigen Frauen, die eine ständiges "Chichi de vaca" über sich ergehen lassen müssen. Geantwortet wird mit dem Stinkefinger, "Hijo de puta!" oder einfach nur "PUTO!". Doch keine Bange: das ist reiner Spaß. Danach klatscht man sich in die Hände, stößt an und nimmt einen tiefen Schluck Bier aus seinem Plastikbecher.
Kommt aus dem Arabischen und bedeutet soviel wie "Fluss aus Steinen", befindet sich in der nördlicheren Hälfte Mexikos und ist mit 5 oder 6 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt nach Mexiko-City. Wir sind etwas verwirrt. Lässt man die letzten vier Monate nochmal an sich vorüberziehen, fühlt man sich hier in eine andere Welt katapultiert. Sind wir wirklich noch in Mexiko?
Wirtschaftlich geht es dem Norden wesentlich besser. Die Strassen sind sauberer und überdimensionierte Einkaufszentren sprießen an jeder Ecke aus dem Boden. Es ist beeindruckend, wie sich das Bild Mexikos ändert. Abrundend kommt hinzu, dass sich die spanischen Eroberer und Siedler bedeutend weniger mit der indianischen Bevölkerung vermischt hat. Grund für die klare Hautfarbe und die nicht selten blauen Augen.
Man könnte meinen, dass wir ein all-inklusiv-Angebot gebucht haben. Unsere Gastfamilie, die Mutter und Geschwister von Stéphanies Schwägerin, Minerva empfängt uns herzlichst in ihren vier Wänden. Wir lassen uns so richtig verwöhnen. Eine äußerst angenehme Abwechslung nach vier Monaten Selbstversorgung. Teresa, die Mutter, führt uns durch kulinarische Feinschmeckereien. Jeden Tag gibt es eine neue Spezialität auf dem Tisch. Ob selbstgemachte Enchiladas, in Chilisoße getränkte Tortillas mit Rindfleisch gefüllt und mit Salat, Käse und Soße verfeinert, oder betrunkenes Huhn, in Biersoße gekochtes Hähnchenfleisch mit leckeren Bohnen, Sahne und Tortillas, oder ein schmackhafter Schrimpscocktail. Unser Gaumen erquickt sich an den erlesenen, würzigen Speisen. Nach einer Chiliüberdosis erfrischt man sich mit kühlendem Wasser aus Tamarindofrüchten, Jamaicablättern oder Papayafrucht. Es ist ein Traum!Nach einer ordentlichen Stärkung geht es auf tatsächliche Reise. Teresa führt uns durch das historische Zentrum und über die Märkte. Am Wochenende fahren wir aufs Land, nach Atotonilco, wo wir einen Teil der 14-köpfigen Familie kennenlernen. Das sollte doch mal kurz erwähnt werden: der 88-jährige Großvater zählt 13 Kinder, 42 Enkel und 19 Urenkel! Doch an all die Namen konnte er sich nur mit Einflüstern erinnern.
Zu guter Letzt dürfen wir noch eine Lucha Libre erleben. Es ist eine mexikanische Form des Catch und ähnelt dem amerikanischen Wrestling. Ein Showkampf, wo es nicht wirklich um einen Gewinner geht. Was zählt, ist die Stimmung. Das Bier fließt literweise, es wird geraucht und man isst frittierte Schweinehaut (Chicharron) oder Chips in Chilisoße. Ziel des ganzen Abend ist soviel und so laut wie möglich zu beschimpfen. Entweder die Kämpfer im Ring, man sucht sich seinen Favoriten nach Lust und Laune aus, das Publikum auf der gegenüberliegenden Seite, oder seinen Sitznachbarn. Besonders beeindruckend sind die Gesänge zwischen den teuren und billigen Sitzplätzen: "Pobres, pobres, chingan a sus madres!". Schwer haben es auch die übergewichtigen Frauen, die eine ständiges "Chichi de vaca" über sich ergehen lassen müssen. Geantwortet wird mit dem Stinkefinger, "Hijo de puta!" oder einfach nur "PUTO!". Doch keine Bange: das ist reiner Spaß. Danach klatscht man sich in die Hände, stößt an und nimmt einen tiefen Schluck Bier aus seinem Plastikbecher.
Tuesday, June 05, 2007
MazunteDe Oaxaca, nous partons poser nos pénates sur la plage de Mazunte, dans l'auberge de Carlos Einstein, un chaman une peu déjanté!
Ah....On est bien, qu'est-ce qu'on est bien! On se sent ici comme chez nous. Dès notre arrivée, Carlos nous propose un échange : nos nuits gratuites pour des cours de Photoshop. Tous les soirs au coucher du soleil, Carlo tente alors de le lui apprendre pour qu'il puisse faire ses flyers et autres affiches... tout seul! Bon, c'est pas gagné!!
Nous faisons ici la connaissance d'un couple français Anne-Caroline et Fabio et de leur bébé Marek. Ensemble nous savourons la douceur du farniente. Des concerts s'improvisent le soir : guitarre, jumbey, maracasse...Nous profitons aussi beaucoup de la mer entre baignade quotidienne et un tour en lancha pour aller observer les tortues de mer, dauphins et autres poissons multicolors. Il faut juste avoir un peu le pied marin! Ça tangue pas mal. Carlo, d'ailleurs, a généreusement nourri les poissons!
Nos amis s'en vont. Et nous décidons de rester plus longtemps malgré l'annonce de l'ouragon "Barbara" qui finalement ne viendra pas troubler notre sérénité.
Ah..., non mais vraiment qu'est-ce qu'on est bien chez Carlos! on en oublie le temps et ca fait déjà 12 jours qu'on est ici.
Einsteins Traum
Daran musste ich denken, nicht ständig, doch von Zeit zu Zeit bei schweifenden Gedanken. Ein Buch des englischen Physiker Stephen W. Hawking, ein vermeintlicher Versuch zur Vereinigung des Mikrokosmos mit dem Makrokosmos. Die Überbrückung von Zeit und Raum, verpackt in
einer einzigen Formel, oder besser noch: die allumfassende Weltformel! In sich verdrehte, zehndimensionale Superstrings zum Verständnis der Paralleluniversen, Wurmlöcher und Elementarteilchen mit Überlichtgeschwindigkeit. Zeitreisen im gekrümmten Raum.Doch gibt es einen anderen Ansatz, eine neue Theorie und gleichzeitig älter und vollkommener als es unser diletantischer Geist fassen könnte. Ihr Verkünder: Carlos Einstein, Schaman und Führer durch das intergalaktische Reisen, fühlt deine Schwingungen und Energieströme und leitet sie in die richtigen Bahnen. Nebenbeschäftigung: Herbergsvater in Mazunte, Oaxaca!
Gerade mal 500 Meter Luftlinie trennen uns von der Punta Cometa, eine Art Minihalbinsel, der südlichste Punkt Mexikos. Dieser dient seit Urzeiten als astronomischer Beobachtungsort. Hier ist es möglich Sonnenauf- und -untergang zu beobachten, ein mystischer Ort laut Carlos, dessen Schwingungen die Umgebung mit vollkommener Energie durchdringt. Aber vielleicht liegt es auch an der von strahlender Sonne und frischem Wind durchsetzten Luft, oder dem immer wiederkehrenden, regelmässigen Rauschen des Meeres, der Pulsschlag des Ozeans, dass die Gemüter unbeschwerter, ja geradezu unbekümmert und mit vollem Herzen, Zeit und Raum im Stillstand, ihr Leben leben.
Freunde begleiten uns durch diese Zeitschleuse. Fabio und Ana-Caroline mit ihrem 2-jährigen Sohn Marek, ebenfalls aus Paris, geniesen ihre zweite Urlaubshälfte um sich anschliessend in Venezuela niederzulassen. Zusammen mit Benoît improvisieren wir ein kleines aber vielseitiges Konzert. Blues, französische und lateinamerikanische Chansons und ein wenig Mamusch wecken in mir wieder die Lust aufs Gitarrespielen. Wie in einer Parallelwelt durchreist man längst vergessene Leidenschaften. Pierre schliesst sich unserer Gesellschaft an und wir vertreiben unsere Zeit mit Domino- oder Schachspiel. Doch neben den zahlreichen Franzosen gibt es noch weitere Begleitung aus Deutschland, Kanada, Mexiko oder dem Baskenland.Wir alle erleben den Zauber Carlos, geniesen ihn in vollen Zügen und zögern die Abreise hinaus. Noch zwei Tage länger, dann aber wirklich! Wir reisen durch gekrümmten Raum, auf und ab gehen die Wellen, und wir schwimmen mit den Meeresschildkröten und Delphinen. Ich fühle mich wie ein in sich verdrehtes, zehndimensionales Superstring. Mein Magen würgt, mein Kopf stämmt dagegen, meine Muskeln verkrampfen sich.
Ich kann nicht mehr reden und meine Finger versteifen sich! Dann endlich heraus damit, und ich liefere den Fischen ein "leckeres" Frühstück. Von den Schildkröte hatte ich nicht wirklich viel, doch was für eine Erfahrung, und man ist sich wieder ein Stückchen näher! Danach gibt es leckeren, selbst geangelten Fisch.Nach und nach verlassen unsere Freunde die allumfassende Schleuse, haben genug und wollen weiter. Wir zögern immer noch. Selbst Barbara, ein Hurricane, der geradezu auf uns steuert, bringt uns nicht vom Fleck. Doch ändert "sie" ihre Meinung und zerstört vorzugsweise die Chiappas- und Guatemalaküste! Wir ändern unsere Pläne und kaufen unsere Tickets. Carlos werden wir so schnell nicht vergessen, vor allem nicht die unzähligen Stunden voller verzweifelter Versuche, ihm Photoshop zu erklären. Denn auch ein Schaman braucht "gut" gestaltete Werbung. Dies war der Deal für kostenloses Wohnen, ein weitere Grund das Wurmloch vollkommen auszukosten!
(Slideshow)
Wednesday, May 23, 2007
Oaxaca
Wieder eine kulturelle Hochburg auf unserer Reiseroute, nach anstrengender, 12-stündiger Reise durch die Berge. Viele Jugendherbergen, viel kulturelle Aktivität, viele Cafés, viele nette, billige und teure Geschäfte, viele Autos und viel Lärm, viele Menschen auf der Strasse, viele Sprüche an den Wänden, Spuren freier Meinungsäusserung vom Hochdruckstrahl entfernt, viele Universitäten, viele Fussgängerampeln mit animiertem Männchen und Countdownanzeige, vieles Altes und Neues zu bestaunen, viel Kunsthandwerk, viele alternative Kinos, eine Alliance Française, viele Touristen, viele Farben, viele Märkte und gegrillte Grashüpfer und Heuschrecken zum Schlemmern. Guten Appetit!
Ah les plaisirs de la ville!... Finalement, on y revient!
Cinema, bars, musées, boutiques. Tout y est -La ville a retrouvé son calme depuis les évènements de l'an passé, les derniers grafitis sont nettoyés -
Nous passons ici une semaine agréable à flaner dans les rues de cette très belle cité coloniale et admirons le riche artisanat de la région: poterie, tapis, ...
(Slideshow)
Wieder eine kulturelle Hochburg auf unserer Reiseroute, nach anstrengender, 12-stündiger Reise durch die Berge. Viele Jugendherbergen, viel kulturelle Aktivität, viele Cafés, viele nette, billige und teure Geschäfte, viele Autos und viel Lärm, viele Menschen auf der Strasse, viele Sprüche an den Wänden, Spuren freier Meinungsäusserung vom Hochdruckstrahl entfernt, viele Universitäten, viele Fussgängerampeln mit animiertem Männchen und Countdownanzeige, vieles Altes und Neues zu bestaunen, viel Kunsthandwerk, viele alternative Kinos, eine Alliance Française, viele Touristen, viele Farben, viele Märkte und gegrillte Grashüpfer und Heuschrecken zum Schlemmern. Guten Appetit!Ah les plaisirs de la ville!... Finalement, on y revient!
Cinema, bars, musées, boutiques. Tout y est -La ville a retrouvé son calme depuis les évènements de l'an passé, les derniers grafitis sont nettoyés -Nous passons ici une semaine agréable à flaner dans les rues de cette très belle cité coloniale et admirons le riche artisanat de la région: poterie, tapis, ...
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Boca del Cielo - La côte des Chiappas.
Après plusieurs mois passés dans les montagnes nous sommes impatients de découvrir le Pacifique. Nous atterissons alors à Puerto Arista. La chaleur est accablante d'autant plus que nous commençons à être bien chargés.
Mais nous sommes aussi assez vite déçus car le village ne vit quasiment pas en dehors des saisons touristiques et ressemble à une ville fantôme. Profiter de la plage et de la mer tant attendues s'avère impossible. Le soleil est écrasant et l'océan très dangereux.
Allons voir plus loin : à Boca del Cielo par exemple, ce nom très poétique nous fait déjà rêver... C'est sur un banc de sable entre la mer et une lagune, chez Anita que nous arrivons alors. Mais décidemment, nous nous sentons bien seuls sur ce petit bout de terre. L'occupation de la saison est la sieste, bien enfoncé dans un hammac. Le but du jeu, je crois, ici est de dormir le plus longtemps possible. Nos hôtes ont l'air de pratiquer depuis bien longtemps ce sport. On les a un peu réveillé, on dirait.
Nous n'instisterons pas et les laisserons à leur torpeur. ¡Feliz sueño!
Schlummernd in den Himmelsmund
Es ist heiss. Wir steigen aus dem Colectivo aus, das Hemd am Körper klebend. Ein dumpfes Rauschen füllt den Hintergrund aus. Das erste Mal in meinem Leben sehe ich den Pazifik, der sich wild aufbrausend in sich selbst überschlägt. Eine gewaltige Kraft, die in den Strömungen steckt, lässt die Wellen klatschen und das schäumende Wasser in die Höhe spritzen. Doch wird davon abgeraten sich schwimmend in die Fluten zu begeben. Gefährliche Strömungen reissen Unvorsichtige schnell aufs offene Meer hinaus. Somit begnügen wir uns mit ein bisschen Geplanschelei in Ufernähe. Trotzdem ist die Kraft des Wassers überwältigend. Nur mit Schwierigkeiten behält man sein Gleichgewicht.
Wir sind alleine auf dem kilometerlangem Strand. Kaum eine Menschenseele läuft uns über den Weg. Die Restaurants schmiegen sich eines neben dem anderen artig aneinander. Sie wirken wie ausgestorben, geisterhaft. In die Ferne blickend, wartet die Bedienung auf hungrige und durstige Kundschaft. Man könnte meinen, dass sie sich seit Wochen nicht einen Millimeter bewegt hat. Und alles geschieht in Zeitlupe. Die Hitze erschlägt jeglichen Kraftschimmer. Dies ist Puerto Arista, ein von lokalen Touristen beliebter Ort, und zu Urlaubszeiten komplett übervölkert. Wir fühlen uns ein wenig bedrückt von der Stille und Tatenlosigkeit und suchen weiter nach Leben im Boca del Cielo.
Auf einer Sandbank, nur mit dem Boot erreichbar, reihen sich die Restaurants mit Cabañas aneinander. Wir folgen dem Ratschlag Miguels, unserem Herbergsvater in San Cristóbal, und fragen nach einem Zimmer im Restaurant Anita. Eine übergewichtige Frau zeigt uns schleppenden Schrittes eine Hütte, wir sagen zu. Doch ist uns nicht wohl. Eine Trostlosigkeit umhüllt unser Nichtstun. In der Sonne hält man es keine fünf Minuten aus. Jegliches Lebewesen sucht Schatten oder Wasser zur Abkühlung. Wir warten, und warten, und warten, essen ein wenig, und warten, und warten, und schlafen. Man wiegt sich in der Hängematte, schlummernd, oder stoisch auf den vor sich hinlaufenden Fernseher starrend. Wir ändern unsere Meinung, selbst dies braucht seine Zeit in der Hitze, und verlassen diese Phantomorte schnellen Fusses.
(Slideshow)
Après plusieurs mois passés dans les montagnes nous sommes impatients de découvrir le Pacifique. Nous atterissons alors à Puerto Arista. La chaleur est accablante d'autant plus que nous commençons à être bien chargés.Mais nous sommes aussi assez vite déçus car le village ne vit quasiment pas en dehors des saisons touristiques et ressemble à une ville fantôme. Profiter de la plage et de la mer tant attendues s'avère impossible. Le soleil est écrasant et l'océan très dangereux.

Allons voir plus loin : à Boca del Cielo par exemple, ce nom très poétique nous fait déjà rêver... C'est sur un banc de sable entre la mer et une lagune, chez Anita que nous arrivons alors. Mais décidemment, nous nous sentons bien seuls sur ce petit bout de terre. L'occupation de la saison est la sieste, bien enfoncé dans un hammac. Le but du jeu, je crois, ici est de dormir le plus longtemps possible. Nos hôtes ont l'air de pratiquer depuis bien longtemps ce sport. On les a un peu réveillé, on dirait.
Nous n'instisterons pas et les laisserons à leur torpeur. ¡Feliz sueño!
Schlummernd in den Himmelsmund
Es ist heiss. Wir steigen aus dem Colectivo aus, das Hemd am Körper klebend. Ein dumpfes Rauschen füllt den Hintergrund aus. Das erste Mal in meinem Leben sehe ich den Pazifik, der sich wild aufbrausend in sich selbst überschlägt. Eine gewaltige Kraft, die in den Strömungen steckt, lässt die Wellen klatschen und das schäumende Wasser in die Höhe spritzen. Doch wird davon abgeraten sich schwimmend in die Fluten zu begeben. Gefährliche Strömungen reissen Unvorsichtige schnell aufs offene Meer hinaus. Somit begnügen wir uns mit ein bisschen Geplanschelei in Ufernähe. Trotzdem ist die Kraft des Wassers überwältigend. Nur mit Schwierigkeiten behält man sein Gleichgewicht.
Wir sind alleine auf dem kilometerlangem Strand. Kaum eine Menschenseele läuft uns über den Weg. Die Restaurants schmiegen sich eines neben dem anderen artig aneinander. Sie wirken wie ausgestorben, geisterhaft. In die Ferne blickend, wartet die Bedienung auf hungrige und durstige Kundschaft. Man könnte meinen, dass sie sich seit Wochen nicht einen Millimeter bewegt hat. Und alles geschieht in Zeitlupe. Die Hitze erschlägt jeglichen Kraftschimmer. Dies ist Puerto Arista, ein von lokalen Touristen beliebter Ort, und zu Urlaubszeiten komplett übervölkert. Wir fühlen uns ein wenig bedrückt von der Stille und Tatenlosigkeit und suchen weiter nach Leben im Boca del Cielo.
Auf einer Sandbank, nur mit dem Boot erreichbar, reihen sich die Restaurants mit Cabañas aneinander. Wir folgen dem Ratschlag Miguels, unserem Herbergsvater in San Cristóbal, und fragen nach einem Zimmer im Restaurant Anita. Eine übergewichtige Frau zeigt uns schleppenden Schrittes eine Hütte, wir sagen zu. Doch ist uns nicht wohl. Eine Trostlosigkeit umhüllt unser Nichtstun. In der Sonne hält man es keine fünf Minuten aus. Jegliches Lebewesen sucht Schatten oder Wasser zur Abkühlung. Wir warten, und warten, und warten, essen ein wenig, und warten, und warten, und schlafen. Man wiegt sich in der Hängematte, schlummernd, oder stoisch auf den vor sich hinlaufenden Fernseher starrend. Wir ändern unsere Meinung, selbst dies braucht seine Zeit in der Hitze, und verlassen diese Phantomorte schnellen Fusses.(Slideshow)
Tuesday, May 22, 2007
Schön wars ... in Guatemala!
Wir blättern die Seite um ud beenden damit das Kapitel Guatemala. 40 Tage waren wir hier, noch 47 bis zum Rückflug. Es fällt uns schwer den Rhythmus des Reisens, nach unserer Zeit in Nebaj, wiederzufinden. Uns fehlen die Freunde, die hiesigen wie auch Ihr!
Unser nächster Stopp heisst San Cristóbal de las Casas und befindet sich im Chiappas, Mexiko. Mit grossen Augen entdecken wir das koloniale Städtchen und finden lange Vermisstes vor: Bücherläden, wovon man in Guatemala, in den uns bekannten Orten, nur träumen kann, säumen die Strassen und füllen die Innenhöfe aus. Programmkinos mit alternativer Filmauswahl, geschmackvoll dekorierte Läden mit aus der Region stammendem Kunsthandwerk, oder einfach nur ein nettes Café zum Entspannen. San Cristóbal ist voll davon!
Wir bereiten den Schlachtplan vor. Cédric Gesnouin, ein alter Schulfreund Stéphanies, organisiert sich ein paar freie Tage von seiner Arbeit in Monterrey und kommt uns besuchen. Mit Emely aus Washington D.C. entdecken wir zu Boote den Cañon del Sumidero. Und mit dem Bus geht es zum Markt von San Juan Chamula, wo die Indianer mit weissen oder schwarzen Schafspelzen und Ledersandalen durch die Strassen wandern. Besonders kontrastreich wird es mit dem am Gürtel angebrachten Handy!
Die Situation der Indianer im Chiappas ähnelt der guatemaltekischen. Zudem gehörte der Bundesstaat vor etwas mehr als 100 Jahren noch zum Nachbarland. Die Erde ist voll von kostbaren Rohstoffen, und von der Regierung wird alles Mögliche getan, diese Reichtümer in die Hände von ein paar oberreichen Fuzies zu legen. Doch die Ureinwohner, die, man könnte glauben, nur noch ihrer billigen Arbeitskraft wegen, geduldet werden, wollen ihren Anteil. Schliesslich handelt es sich um ihren Grund und Boden. Doch stattdessen leiden sie unter Analphabetismus, Unterernährung und extremster Armut.
Viele Organisationen und verschiedenste Bewegungen haben sich in den letzten hundert Jahren gegründet, politische wie militärische, die von sich selber behaupten für die Interessen der Indianer zu kämpfen. Die international bekannteste ist wohl die Ejército Zapatista de Liberación Nacional (EZLN), eine Guerrillagruppe, die 1994 für Aufregung sorgte, als sie drei Städte im Chiappas, darunter auch San Cristóbal, besetzten. Nach wenigen Tagen wurden sie vom Militär weit in den Dschungel Lacandona vertrieben, wo sie noch heute agieren. Zunächst traf die Bewegung auf viel Wohlwollen in der Bevölkerung, doch sieht die Situation heute etwas anders aus. Zwei Dokumentarfilmer, die die Jugendherberge mit uns teilen, klären uns ein wenig darüber auf. Viel Konkretes passiert kaum und man weiss, dass jegliche ernsthafte Gefahr für die Regierung oder sonstige Gruppierung in Mexiko schnell aus dem Weg geräumt wird!
Doch schweifen wir nicht zu weit in Nichtigkeiten ab. Als wahres Abenteuer stelt sich unsere Fahrradtour in den Bergen heraus. Mit highclass BMX-Rädern geht es bergauf und -ab, über enge, steinige Pfade, und steiles Gefälle, die den Puls und Adrenalingehalt umgekehrt exponentiell steil in die Höhe schiessen lassen.
Cédric verlässt uns am Sonntag, und uns bleiben noch drei weitere Tage, in denen wir uns genüsslich Entspannen, durch die Geschäfte ziehen und Geschenke kaufen und allabendlich in den Kinos spannende Dokumentarfilme über den Chiappas und seine Geschichte oder die Lehreraufstände in Oaxaca im letzten Jahr regelrecht aufsaugen.
Leider muss sich unser Geldbeutel nach dem günstigen Guatemala wieder an die mexikanischen Tarife gewöhnen, und unsere Aktivitäten wie die Geschenke haben unser Budget ordentlich auf die Probe gestellt.
Die letzte Etappe beginnt aussergewöhnlich spannend, doch macht sich gelegentlich ein Heimweh bemerkbar. Man zählt die Tage und die Lust, Neues zu entdecken, lässt gemächlich nach. 137 Tage sind eine lange Zeit, doch zählt dies ebenfalls zu den Erfahrungen einer Reise.
San Cristobal de las casas...
J - 47 avant notre retour. Il est temps d'amorcer notre remontée vers Guadalajara - dernière étape de notre voyage. Nous quittons en tout cas le Guatemala remplis d'impressions fortes mais nous sommes aussi heureux de retrouver le Mexique.
Première alte : la fameuse ville de San Cristobal de las casas au coeur des Chiapas. Nous nous y sentons tout de suite à notre aise. Dans cette vielle ville au pur style colonial règne une atmosphère agréable. Il y a beaucoup de jeunes, de lieux alternatifs, de magnifiques boutiques, de librairies...en somme, on peut difficilement s'ennuyer.
D'autant plus qu'on a rendez-vous ici avec un vieil ami d'enfance : Cédric, qui descend de Monterrey pour nous rejoindre un long week-end. On est tout les deux étonnés de se retrouver là, si loin de notre Saint Hilaire natal! On profite donc ensemble de la ville, on partage nos impressions ce qui donne lieu à des discussions plutôt marrantes. Comme il connaît maintenant bien le pays, il nous fait découvrir des spécialités notamment la "michelada"...vous ne devinerez jamais ce que c'est... et bien il s'agit de bière à laquelle on mélange du jus de viande et un peu de piment...hum! j'avoue que je ne suis pas vraiment fan.
On descend aussi le canion del Sumidero en lancha. On peut y voir d'immenses croccodiles (5m) vivre dans leur environnement naturel, et le paysage est à couper le souffle. Dans la montagne alentour, nous partons en VTT. C'est l'occasion de se muscler un peu et d'apercevoir ces belles bergères filer la laine au milieu de leur troupeau. On ne vous
montrera pas d'images car dans le respect des communautés indigènes nous n'emporterons pas notre appareil. La descente finale vers San Cristobal est extrême. Nous atterrissons alors autour d'une bière : remède contre les courbatures du lendemain - Ca marche! (attention, une seule bière suffit pour drainer les toxines musculaires!).
Nous flanons dans les rues, visitons les petites salles de ciné alternatifs pour visionner des documentaires sur l'OMC, la crise de Oaxaca de l'an passé et sur les zapatistes d'hier et d'aujourd'hui. A ce sujet, nous apprendrons que la réalité du mouvement est plutôt flou. Aujourd'hui, c'est d'ailleurs plus un mythe qu'une réalité pour les communautés indigènes.
Cédric doit déjà repartir. Nous, nous restons encore quelques jours et arpentons les marchés artisanaux qui foisonnent ici.
(Slideshow)
Wir blättern die Seite um ud beenden damit das Kapitel Guatemala. 40 Tage waren wir hier, noch 47 bis zum Rückflug. Es fällt uns schwer den Rhythmus des Reisens, nach unserer Zeit in Nebaj, wiederzufinden. Uns fehlen die Freunde, die hiesigen wie auch Ihr!Unser nächster Stopp heisst San Cristóbal de las Casas und befindet sich im Chiappas, Mexiko. Mit grossen Augen entdecken wir das koloniale Städtchen und finden lange Vermisstes vor: Bücherläden, wovon man in Guatemala, in den uns bekannten Orten, nur träumen kann, säumen die Strassen und füllen die Innenhöfe aus. Programmkinos mit alternativer Filmauswahl, geschmackvoll dekorierte Läden mit aus der Region stammendem Kunsthandwerk, oder einfach nur ein nettes Café zum Entspannen. San Cristóbal ist voll davon!
Wir bereiten den Schlachtplan vor. Cédric Gesnouin, ein alter Schulfreund Stéphanies, organisiert sich ein paar freie Tage von seiner Arbeit in Monterrey und kommt uns besuchen. Mit Emely aus Washington D.C. entdecken wir zu Boote den Cañon del Sumidero. Und mit dem Bus geht es zum Markt von San Juan Chamula, wo die Indianer mit weissen oder schwarzen Schafspelzen und Ledersandalen durch die Strassen wandern. Besonders kontrastreich wird es mit dem am Gürtel angebrachten Handy!
Die Situation der Indianer im Chiappas ähnelt der guatemaltekischen. Zudem gehörte der Bundesstaat vor etwas mehr als 100 Jahren noch zum Nachbarland. Die Erde ist voll von kostbaren Rohstoffen, und von der Regierung wird alles Mögliche getan, diese Reichtümer in die Hände von ein paar oberreichen Fuzies zu legen. Doch die Ureinwohner, die, man könnte glauben, nur noch ihrer billigen Arbeitskraft wegen, geduldet werden, wollen ihren Anteil. Schliesslich handelt es sich um ihren Grund und Boden. Doch stattdessen leiden sie unter Analphabetismus, Unterernährung und extremster Armut.Viele Organisationen und verschiedenste Bewegungen haben sich in den letzten hundert Jahren gegründet, politische wie militärische, die von sich selber behaupten für die Interessen der Indianer zu kämpfen. Die international bekannteste ist wohl die Ejército Zapatista de Liberación Nacional (EZLN), eine Guerrillagruppe, die 1994 für Aufregung sorgte, als sie drei Städte im Chiappas, darunter auch San Cristóbal, besetzten. Nach wenigen Tagen wurden sie vom Militär weit in den Dschungel Lacandona vertrieben, wo sie noch heute agieren. Zunächst traf die Bewegung auf viel Wohlwollen in der Bevölkerung, doch sieht die Situation heute etwas anders aus. Zwei Dokumentarfilmer, die die Jugendherberge mit uns teilen, klären uns ein wenig darüber auf. Viel Konkretes passiert kaum und man weiss, dass jegliche ernsthafte Gefahr für die Regierung oder sonstige Gruppierung in Mexiko schnell aus dem Weg geräumt wird!
Doch schweifen wir nicht zu weit in Nichtigkeiten ab. Als wahres Abenteuer stelt sich unsere Fahrradtour in den Bergen heraus. Mit highclass BMX-Rädern geht es bergauf und -ab, über enge, steinige Pfade, und steiles Gefälle, die den Puls und Adrenalingehalt umgekehrt exponentiell steil in die Höhe schiessen lassen.Cédric verlässt uns am Sonntag, und uns bleiben noch drei weitere Tage, in denen wir uns genüsslich Entspannen, durch die Geschäfte ziehen und Geschenke kaufen und allabendlich in den Kinos spannende Dokumentarfilme über den Chiappas und seine Geschichte oder die Lehreraufstände in Oaxaca im letzten Jahr regelrecht aufsaugen.
Leider muss sich unser Geldbeutel nach dem günstigen Guatemala wieder an die mexikanischen Tarife gewöhnen, und unsere Aktivitäten wie die Geschenke haben unser Budget ordentlich auf die Probe gestellt.
Die letzte Etappe beginnt aussergewöhnlich spannend, doch macht sich gelegentlich ein Heimweh bemerkbar. Man zählt die Tage und die Lust, Neues zu entdecken, lässt gemächlich nach. 137 Tage sind eine lange Zeit, doch zählt dies ebenfalls zu den Erfahrungen einer Reise.
San Cristobal de las casas...
J - 47 avant notre retour. Il est temps d'amorcer notre remontée vers Guadalajara - dernière étape de notre voyage. Nous quittons en tout cas le Guatemala remplis d'impressions fortes mais nous sommes aussi heureux de retrouver le Mexique.Première alte : la fameuse ville de San Cristobal de las casas au coeur des Chiapas. Nous nous y sentons tout de suite à notre aise. Dans cette vielle ville au pur style colonial règne une atmosphère agréable. Il y a beaucoup de jeunes, de lieux alternatifs, de magnifiques boutiques, de librairies...en somme, on peut difficilement s'ennuyer.
D'autant plus qu'on a rendez-vous ici avec un vieil ami d'enfance : Cédric, qui descend de Monterrey pour nous rejoindre un long week-end. On est tout les deux étonnés de se retrouver là, si loin de notre Saint Hilaire natal! On profite donc ensemble de la ville, on partage nos impressions ce qui donne lieu à des discussions plutôt marrantes. Comme il connaît maintenant bien le pays, il nous fait découvrir des spécialités notamment la "michelada"...vous ne devinerez jamais ce que c'est... et bien il s'agit de bière à laquelle on mélange du jus de viande et un peu de piment...hum! j'avoue que je ne suis pas vraiment fan.On descend aussi le canion del Sumidero en lancha. On peut y voir d'immenses croccodiles (5m) vivre dans leur environnement naturel, et le paysage est à couper le souffle. Dans la montagne alentour, nous partons en VTT. C'est l'occasion de se muscler un peu et d'apercevoir ces belles bergères filer la laine au milieu de leur troupeau. On ne vous
montrera pas d'images car dans le respect des communautés indigènes nous n'emporterons pas notre appareil. La descente finale vers San Cristobal est extrême. Nous atterrissons alors autour d'une bière : remède contre les courbatures du lendemain - Ca marche! (attention, une seule bière suffit pour drainer les toxines musculaires!).Nous flanons dans les rues, visitons les petites salles de ciné alternatifs pour visionner des documentaires sur l'OMC, la crise de Oaxaca de l'an passé et sur les zapatistes d'hier et d'aujourd'hui. A ce sujet, nous apprendrons que la réalité du mouvement est plutôt flou. Aujourd'hui, c'est d'ailleurs plus un mythe qu'une réalité pour les communautés indigènes.
Cédric doit déjà repartir. Nous, nous restons encore quelques jours et arpentons les marchés artisanaux qui foisonnent ici.
(Slideshow)
Monday, May 07, 2007
Schnaufend und mit schmerzendem Knie
Der Abschied von der Familie zieht sich etwas in die Länge und Mist! Wir haben die Fotos für Adeleidas Gästealbum vergessen. Jetzt müssen wir aber wirklich los. Schnell noch einen dicken Abscjiedsdrücker von Marcia, und weiter mit fünf Stunden Busfahrt. Dann erreichen wir Panajachel, wo wir nur fix ein Boot besteigen, welches uns dann in San Pedro absetzt.
Wir warten auf ein atemberaubendes Panorama des Atitlán-Sees, doch behindert ein Nebelschleier unsere Sicht, und wir können die Umrisse des Sees nur erahnen. Es stellt sich heraus, dass sich die ideale Saison für Fotos eher um die Jahreswende befindet.
Vor einigen tausend Jahren kam es zu einer gewaltigen Vulkanexplosion, die Gestein bis nach Florida geschleudert hat. Das dabei entstandene Loch hat sich mit Wasser gefüllt und wurde See Atitlán getauft. Heute schmücken noch drei Vulkane die Ufer. Die Gegend wurde in den 60er Jahren von amerikanischen Hippietouristen entdeckt und sofort zur ihrer Hauptbasis in Guatemala erklärt. An jeder Ecke kann man an Yogakursen teilnehmen oder sich von verschiedensten Massagen verwöhnen lassen. Ein paar Gramm Marihuana oder Kokain werden einem ebenfalls gelegentlich angeboten. San Pedro, am Fusse des gleichnamigen Vulkans, stellt sich als eine Partymeile heraus. Ein eigenartiger Schlag von Touristen tummelt sich durch die Strässchen. Wir fühlen uns ziemlich fehl am Platz zwischen den jungen und partygeilen Menschen. Doch behalten die Einwohner trotz der Touristenüberflutung erstaunlicherweise ihren gutmutigen Charme und grüssen mit einem warmherzigen Lächeln. Das versöhnt uns immer wieder ein wenig.
Am dritten Tag strten wir unser wahres Abenteuer. Fünf Kilometer Marsch und 1.400 Mater Höhenunterschied bis zum Gipfel des Vulkans. Und es steigt, und steigt, und steigt und hört nicht mehr auf zu steigen. Bis zum Schluss durchwandern wir alle vorstellbaren und unvorstellbaren Bewusstseinszustände! Wo ist sie nur hin, unsere sportliche Kondition? Auch der Rückweg besitzt seine Tücken und stellt unsere rostigen Kniescheiben gewaltig auf die Probe.
Mit Muskelkater und Knieschmerzen verbringen wir die Tage bis zum Abflug im Ausnahmezustand. "Snake II" heisst unsere Langeweile vertreibende Aktivität und befindet sich auf unserem Handy. Rekorde überschlagend, bewegen wir uns dem Wahnsinn nahe, dem stupiden Spiel verfallen!
Für noch weniger Inspiration sorgte die erschreckende Nachricht über den Ausgang der Präsidentschaftswahlen in Frankreich. Wie kann nur Nicolas Sarkozy in das höchste Amt gewählt werden? Schwierige Zeiten für Kultur, soziale Sicherheit, Ausbildung und internationale Beziehungen für die nächsten fünf Jahre! Es ist ein enttäuschender Moment, wenn man feststellen muss, das fast 54% der Französinnen und Franzosen für einen arroganten, in sich selbst verliebten Grössenwahnsinnigen stimmt. "Für ein Frankreich mit mehr Autorität, Arbeit und Moral." Na herzlichen Glückwunsch Herr Präsident. Mal sehen was die zurückgeführten Immigranten, die zu Zwangsarbeit und Kleinstlohn gezwungenen Arbeitslosen und die von einem zukünftig privaten Schulsystem ausgeschlossene Masse zu diesen Grundprinzipien sagen werden!
De Nebaj au trou noir...
Le départ de Nebaj paraissait plus facile pour nous que pour nos amis. "C'est toujours plus facile pour celui qui part que pour celui qui reste" comme on dit! Nous sommes pourtant bien ici nous pourrions encore prolonger notre séjour, comme ils nous le suggèrent à maintes reprises. Mais nous voulons aussi découvrir le sud et la région volcanique du Lac Atitlan avant d'entamer notre retour vers le Mexique.
Après de chaleureuses embrassades et 5h de route nous arrivons à Panajachel. Le panorama magnifique sur le lac que nous attendions n'est pas au rendez-vous, en cette saison des pluies, la brume est très épaisse.
Nous traversons le lac pour atteindre San Pedro - petite ville touristique au pied du volcan du même nom.
Bon, là, on doit se réadapter. Ici, c'est le paradis des babos (heureusement, ils ne sont pas encore tous arrivés!):cours de yoga, massages, saunas, bars -restos à gogo et drogues en tout genre sont à notre disposition...finalement, on se demande si on aurait pas du rester à Nebaj!, on est un peu décalé!
En 4 jours d'ennuis et de manque d'inspiration, on aura quand même réussi à faire une excursion jusqu'au sommet du volcan. Nous mettrons 3 jours à nous en remettre : plutôt abrupte la montée et la descente aussi d'ailleurs!
San Pedro ne nous aura donc pas séduit malgré l'extrême gentillesse des habitants.Nous passons alors sur l'autre rive à San Marco. C'est un peu plus tranquille mais l'esprit est quasiment le même. Nous y passerons la soirée avec deux français plutôt marrants, installés ici depuis 20 ans. Ensemble, on essaye tant bien que mal d'avaler la nouvelle de l'après-midi!! On en revient pas : Qui sont ces français qui souhaitent revenir au temps du paternalisme autoritaire et plonger tête baisser vers un néo-libéralisme à l'américaine ?? Notre vie va changer, je crois...Vais-je pouvoir continuer à travailler dans la culture? ou faudra-t-il que je devienne marchande de cacahuettes??? Il est en tout cas temps pour moi de m'engager plus à fond pour mes idéaux politiques. J'ai l'intention de lutter
contre cette France conservatrice, individualiste, impérialiste et raciste!!!
Der Abschied von der Familie zieht sich etwas in die Länge und Mist! Wir haben die Fotos für Adeleidas Gästealbum vergessen. Jetzt müssen wir aber wirklich los. Schnell noch einen dicken Abscjiedsdrücker von Marcia, und weiter mit fünf Stunden Busfahrt. Dann erreichen wir Panajachel, wo wir nur fix ein Boot besteigen, welches uns dann in San Pedro absetzt.
Wir warten auf ein atemberaubendes Panorama des Atitlán-Sees, doch behindert ein Nebelschleier unsere Sicht, und wir können die Umrisse des Sees nur erahnen. Es stellt sich heraus, dass sich die ideale Saison für Fotos eher um die Jahreswende befindet.Vor einigen tausend Jahren kam es zu einer gewaltigen Vulkanexplosion, die Gestein bis nach Florida geschleudert hat. Das dabei entstandene Loch hat sich mit Wasser gefüllt und wurde See Atitlán getauft. Heute schmücken noch drei Vulkane die Ufer. Die Gegend wurde in den 60er Jahren von amerikanischen Hippietouristen entdeckt und sofort zur ihrer Hauptbasis in Guatemala erklärt. An jeder Ecke kann man an Yogakursen teilnehmen oder sich von verschiedensten Massagen verwöhnen lassen. Ein paar Gramm Marihuana oder Kokain werden einem ebenfalls gelegentlich angeboten. San Pedro, am Fusse des gleichnamigen Vulkans, stellt sich als eine Partymeile heraus. Ein eigenartiger Schlag von Touristen tummelt sich durch die Strässchen. Wir fühlen uns ziemlich fehl am Platz zwischen den jungen und partygeilen Menschen. Doch behalten die Einwohner trotz der Touristenüberflutung erstaunlicherweise ihren gutmutigen Charme und grüssen mit einem warmherzigen Lächeln. Das versöhnt uns immer wieder ein wenig.
Am dritten Tag strten wir unser wahres Abenteuer. Fünf Kilometer Marsch und 1.400 Mater Höhenunterschied bis zum Gipfel des Vulkans. Und es steigt, und steigt, und steigt und hört nicht mehr auf zu steigen. Bis zum Schluss durchwandern wir alle vorstellbaren und unvorstellbaren Bewusstseinszustände! Wo ist sie nur hin, unsere sportliche Kondition? Auch der Rückweg besitzt seine Tücken und stellt unsere rostigen Kniescheiben gewaltig auf die Probe.Mit Muskelkater und Knieschmerzen verbringen wir die Tage bis zum Abflug im Ausnahmezustand. "Snake II" heisst unsere Langeweile vertreibende Aktivität und befindet sich auf unserem Handy. Rekorde überschlagend, bewegen wir uns dem Wahnsinn nahe, dem stupiden Spiel verfallen!
Für noch weniger Inspiration sorgte die erschreckende Nachricht über den Ausgang der Präsidentschaftswahlen in Frankreich. Wie kann nur Nicolas Sarkozy in das höchste Amt gewählt werden? Schwierige Zeiten für Kultur, soziale Sicherheit, Ausbildung und internationale Beziehungen für die nächsten fünf Jahre! Es ist ein enttäuschender Moment, wenn man feststellen muss, das fast 54% der Französinnen und Franzosen für einen arroganten, in sich selbst verliebten Grössenwahnsinnigen stimmt. "Für ein Frankreich mit mehr Autorität, Arbeit und Moral." Na herzlichen Glückwunsch Herr Präsident. Mal sehen was die zurückgeführten Immigranten, die zu Zwangsarbeit und Kleinstlohn gezwungenen Arbeitslosen und die von einem zukünftig privaten Schulsystem ausgeschlossene Masse zu diesen Grundprinzipien sagen werden!
De Nebaj au trou noir...
Le départ de Nebaj paraissait plus facile pour nous que pour nos amis. "C'est toujours plus facile pour celui qui part que pour celui qui reste" comme on dit! Nous sommes pourtant bien ici nous pourrions encore prolonger notre séjour, comme ils nous le suggèrent à maintes reprises. Mais nous voulons aussi découvrir le sud et la région volcanique du Lac Atitlan avant d'entamer notre retour vers le Mexique.Après de chaleureuses embrassades et 5h de route nous arrivons à Panajachel. Le panorama magnifique sur le lac que nous attendions n'est pas au rendez-vous, en cette saison des pluies, la brume est très épaisse.
Nous traversons le lac pour atteindre San Pedro - petite ville touristique au pied du volcan du même nom.
Bon, là, on doit se réadapter. Ici, c'est le paradis des babos (heureusement, ils ne sont pas encore tous arrivés!):cours de yoga, massages, saunas, bars -restos à gogo et drogues en tout genre sont à notre disposition...finalement, on se demande si on aurait pas du rester à Nebaj!, on est un peu décalé!
En 4 jours d'ennuis et de manque d'inspiration, on aura quand même réussi à faire une excursion jusqu'au sommet du volcan. Nous mettrons 3 jours à nous en remettre : plutôt abrupte la montée et la descente aussi d'ailleurs!
San Pedro ne nous aura donc pas séduit malgré l'extrême gentillesse des habitants.Nous passons alors sur l'autre rive à San Marco. C'est un peu plus tranquille mais l'esprit est quasiment le même. Nous y passerons la soirée avec deux français plutôt marrants, installés ici depuis 20 ans. Ensemble, on essaye tant bien que mal d'avaler la nouvelle de l'après-midi!! On en revient pas : Qui sont ces français qui souhaitent revenir au temps du paternalisme autoritaire et plonger tête baisser vers un néo-libéralisme à l'américaine ?? Notre vie va changer, je crois...Vais-je pouvoir continuer à travailler dans la culture? ou faudra-t-il que je devienne marchande de cacahuettes??? Il est en tout cas temps pour moi de m'engager plus à fond pour mes idéaux politiques. J'ai l'intention de lutter contre cette France conservatrice, individualiste, impérialiste et raciste!!!
(Slideshow)
Sunday, April 29, 2007
Pour le développement de la région Ixil.
Nous entamons notre dernière semaine à Nebaj. Encore une semaine bien chargée. Nos entretiens se passent bien mais il ya encore beaucoup à faire avant d'arriver au bout.
Nous profitons de nos voyages en jeep dans les aldeas pour aller livrer du matériel aux communautés : moulins à moteur pour moudre le maïs ou le café. En échange de ce don de l'association, la communauté doit s'organiser pour le gérer collectivement et si au terme de 2 ans, l'expérience est concluante, le moulin lui appartient. Dans le cas contraire il est emmené dans une autre communauté. Ici, les gens n'ont pas l'habitude de travailler en cummun pour améliorer la productivité par exemple. C'est pourquoi, l'association Asaunixil développe ce genre de projet.
Nous livrons aussi du matériel pour construire des poulailler ou pour construire des fourneaux pour remplacer les feux de bois à même le sol qui posent des problèmes de salubrité dans les maisons et qui de surcroît consomment beaucoup de bois et participent de la déforestation.
Nous rencontrons aussi dans la semaine une autre association de petits producteurs de café bio. Avec son président Lorenzo, nous échangeons nos idées sur le développement.
Ici beaucoup de communautés sont très soumises et fatalistes par rapport à leur condition. Heureusement certaines personnes se battent et s'organisent pour que les choses bougent, elles sont de véritables force-vives. Il y a beaucoup d'associations dans la région. Asaunixil, ou plutôt Francisco, son coordinateur, a d'ailleurs initié un regroupement d'une trentaine des plus importantes (asso de femmes, de soutien aux victimes de la guerre civile, asso pour le développement..pour le respect des droits de l'homme...etc) : la MESA régionale Ixil. Le but est de faire poids pour que les accords de paix de 1996 soient respectés. Ces derniers devaient imposer à l'état et aux gouvernements successifs
l'attribution d'aides au développement des régions indigènes au niveau de l'éducation, de la santé et de l'économie. Les familles victimes du conflit armées devaient aussi obtenir des aides et en mémoire de tous les crimes, devaient être construit des musées. Après plus de 10 ans de paix, rien n'a bougé.
La MESA travaille donc à l'application de ces accords , cherche et obtient le soutien d'organisations internationales pour faire pression sur les politiciens. Aujourd'hui, ils ont une visibilité auprès de l'ONU qui est aussi sensée veiller au respect des accords.
Cette semaine, nous assisterons à un jour quasi historique. Au terme de longues négociations avec le gouvernement et d'autres institutions du pays, la première annexe aux accords de paix est signée : le gouvernement s'engage à verser 27 millions de Quetzal (2.7 millions d'euros) pour le développement de projets liés aux accords de paix dans la région ixil. Bien sûr, l'annexe est floue et ne précise pas les dates et la manière dont va procéder le gouvernement malgré une lutte de la MESA pour obtenir plus de précisons, mais c'est un premier pas non-négligeable.
Le président du pays se déplacera à cette occasion (30 minutes!) pour assister à la signature et en profite pour faire campagne bien sûr (les élections sont en septembre). Son attitude est déplorable. No-comment!
Mais la communauté ixil lui montre au travers du discours de Francisco, qu'elle n'est pas dupe et qu'il faudra à partir de maintenant composer avec sa participation à toutes les grandes décisions concernant tous projets sur son territoire comme la construction d'une centrale électrique qui est en train de s'amorcer.
Nous, nous assistons à tout ça émus, choqués aussi et heureux de pouvoir soutenir cette communauté de quelque forme que ce soit. Aujourd'hui par exemple, nous faisons figure de soutien international au côté de la communauté ixil.
Il est temps que les choses bougent ici et que ce peuple sorte de l'oppression.
A ce sujet d'ailleurs, il faut dire que l'église joue un rôle important. Elle est partout, omniprésente et participe activement à la résignation des esprits : "tu es pauvre, c'est le désir de Dieu!" Partout des sloggans à la gloire de "notre seigneur". C'est effrayant. Nous apprendrons à ce sujet que la CIA aurait aussi largement participé à l'implantation d'églises évangéliques pour mieux contrôler le peuple et manipuler leurs esprits meurtris par tant d'atrocité!
Vite, que les consciences se réveillent enfin!
Courage et longue vie à des associations comme Asaunixil et la MESA!
Finale im Fuerzo
Die Interviews der Familien füllen weiterhin unsere Tage aus, oder zumindest ein Teil davon. Immer häufiger dient der Pickup Materiallieferungen und wir müssen zeitig mit dem letzten, öffentlichen Mikrobus nach Nebaj zurückfahren. Unsere Bilanz fällt leicht frustrierend aus: 28 Interviews in 11 Arbeitstagen. Aber die Dinge folgen hier einem anderen Rhythmus.
Mit Marcia lernen wir den Präsidenten von A.P.D.K. kennen, einer weiteren Organisation, die den ökologischen Kaffeeanbau und -vertrieb fördert und organisiert. Damit werden dann gleichzeitig gemeinnützige Projekte entwickelt, unter anderem auch die Position der Frauen, die eher dem Patriarchen unterliegen als ihre eigene Meinung äussern können.
Eines der Grundprinzipien vieler dieser ONGs ist die Vereinigung und Konzentrierung der einzelnen Kräfte. Die Organisationseinheit, die funktioniert ist die Familie. Die Menschen sind es nicht gewöhnt Dinge zu teilen und sich mit anderen abzusprechen. Dadurch bewegen sich die Projekte im kleinen Rahmen und entwickeln sich schleppend oder gar nicht. Die Organisationen versuchen unter anderem durch gemeinsame Projekte miteinander zu verbinden. Ein schönes Projekt von Asaunixil ist zum Beispiel eine Maismühle womit der tägliche Bedarf für die Herstellung der Tortillas garantiert wird. Die Organisation bezahlt die Mühle, mit der Bedingung, dass sich innerhalb von zwei Jahren ein selbsttragendes Geschäft entsteht. Denn jede Mahlung bringt Einnahmen und gleichzeitig entstehen Kosten durch Pflege und Benzin für den Motor. Fünf Familien sollen sich die Arbeit teilen und organisieren. Asaunixil gibt das nötige Wissen und kontrolliert. Wenn das Projekt nicht funktionieren sollte, dann wird die Mühle wieder abgeholt. Läuft alles wie geplant, entsteht ein neues, kleines Unternehmen mit Einkommen und der Wiederaufbau ist wieder ein ganz kleines Stückchen weiter.
Wir treffen noch einen anderen Präsidenten, und zwar den von Guatemala, Óscar Berger. Er kommt zwar nicht unsretwegen, doch dürfen wir an einem historischen Moment Guatemalas teilnehmen. Francisco Velasco Marroquin, der Präsident von Asaunixil ist ebenfalls Direktor des Tisches der Region Ixil. Etwa 30 Organisationen haben sich zusammengeschlossen um gegenüber der Regierung mehr Gewicht und Einfluss zu erlangen. Ein sehr schwieriges Unternehmen, da jede Organisation auch ihre eigenen, persönlichen oder politischen Ziele verfolgt. Es wurde ein Treffen mit dem Präsidenten von Guatemala organisiert um dem Friedensvertrag von 1996 einen Annex hinzuzufügen. Schon in der ursprünglichen Version ist die Regierung dazu aufgefordert Entschädigungen an die vertriebenen Familien und für die Massaker zu zahlen. Ausserdem soll der Wiederaufbau gefördert und das Militär abgezogen werden. Tatsache ist, dass in 11 Jahren fast gar nichts geschehen ist. Der Annex soll dem ein wenig entgegentreten.
Das Treffen stellt sich als frustrierendes Spektakel heraus. 30 Minuten stehen zur Verfügung, damit sich vier Menschen über die Zukunft der Region Ixil äussern. Danach wird unterzeichnet, noch schnell ein Foto mit dem Präsidenten, eine Indianerfrau im Arm haltend, lächelnd, und weiter gehts im Programm. Man sollte wissen, dass in fünf Monaten Wahlen in Guatemala stattfinden, und der Präsident versucht öffentlich im günstigen Licht zu stehen. Nach seinem Abflug steht die Menge etwas verdutzt da. Keine Frage durfte gestellt werden, der Stimme der Menschen wurde nicht mal eine Sekunde gewidmet, und der Präsident besitzt sogar die Frechheit Autogramme auszuteilen! Ein Hoch auf die Demokratie!
Doch Francisco behält seinen Mut. Für ihn macht trotz allem das Treffen Sinn, und er bestärkt die Zusammenarbeit der Organisationen, und dass Punkt für Punkt alles Notwendige in Angriff genommen wird, damit die Entwicklung voran geht, und zwar für den Menschen.
Die Abende und Wochenenden verbringen wir weiterhin mit unseren Freunden. Jeder von ihnen trägt hier seinen kleinen Anteil zur Entwicklung bei. Es wird viel diskutiert oder einfach nur entspannt getrunken um den Tag ausklingen zu lassen.
Unsere Zeit in Nebaj geht zu Ende. Wir begleiten die Familie zu einem Ausflug, um den 15. Geburtstag von Yulissa, einer der Töchter, zu feiern. Jetzt hoffen wir noch, dass der Geldautomat bald wieder aufgefüllt wird, damit wir unsere Weiterreise zum See Atitlán bezahlen können.
Ich empfehle Euch noch, dann ist das Kapitel aber wirklich zu Ende, einen Blick auf den Blog von Benjamin zu werfen. Er kommt aus Deutschland, studiert Fotografie, und begleitet Projekte rund um Nebaj und bald vielleicht auch noch darüberhinaus. Spannende Bilder über Politik und Leben in Guatemala!
(Slideshow)
Nous entamons notre dernière semaine à Nebaj. Encore une semaine bien chargée. Nos entretiens se passent bien mais il ya encore beaucoup à faire avant d'arriver au bout.
Nous profitons de nos voyages en jeep dans les aldeas pour aller livrer du matériel aux communautés : moulins à moteur pour moudre le maïs ou le café. En échange de ce don de l'association, la communauté doit s'organiser pour le gérer collectivement et si au terme de 2 ans, l'expérience est concluante, le moulin lui appartient. Dans le cas contraire il est emmené dans une autre communauté. Ici, les gens n'ont pas l'habitude de travailler en cummun pour améliorer la productivité par exemple. C'est pourquoi, l'association Asaunixil développe ce genre de projet.
Nous livrons aussi du matériel pour construire des poulailler ou pour construire des fourneaux pour remplacer les feux de bois à même le sol qui posent des problèmes de salubrité dans les maisons et qui de surcroît consomment beaucoup de bois et participent de la déforestation.Nous rencontrons aussi dans la semaine une autre association de petits producteurs de café bio. Avec son président Lorenzo, nous échangeons nos idées sur le développement.
Ici beaucoup de communautés sont très soumises et fatalistes par rapport à leur condition. Heureusement certaines personnes se battent et s'organisent pour que les choses bougent, elles sont de véritables force-vives. Il y a beaucoup d'associations dans la région. Asaunixil, ou plutôt Francisco, son coordinateur, a d'ailleurs initié un regroupement d'une trentaine des plus importantes (asso de femmes, de soutien aux victimes de la guerre civile, asso pour le développement..pour le respect des droits de l'homme...etc) : la MESA régionale Ixil. Le but est de faire poids pour que les accords de paix de 1996 soient respectés. Ces derniers devaient imposer à l'état et aux gouvernements successifs
l'attribution d'aides au développement des régions indigènes au niveau de l'éducation, de la santé et de l'économie. Les familles victimes du conflit armées devaient aussi obtenir des aides et en mémoire de tous les crimes, devaient être construit des musées. Après plus de 10 ans de paix, rien n'a bougé.La MESA travaille donc à l'application de ces accords , cherche et obtient le soutien d'organisations internationales pour faire pression sur les politiciens. Aujourd'hui, ils ont une visibilité auprès de l'ONU qui est aussi sensée veiller au respect des accords.
Cette semaine, nous assisterons à un jour quasi historique. Au terme de longues négociations avec le gouvernement et d'autres institutions du pays, la première annexe aux accords de paix est signée : le gouvernement s'engage à verser 27 millions de Quetzal (2.7 millions d'euros) pour le développement de projets liés aux accords de paix dans la région ixil. Bien sûr, l'annexe est floue et ne précise pas les dates et la manière dont va procéder le gouvernement malgré une lutte de la MESA pour obtenir plus de précisons, mais c'est un premier pas non-négligeable.
Le président du pays se déplacera à cette occasion (30 minutes!) pour assister à la signature et en profite pour faire campagne bien sûr (les élections sont en septembre). Son attitude est déplorable. No-comment!
Mais la communauté ixil lui montre au travers du discours de Francisco, qu'elle n'est pas dupe et qu'il faudra à partir de maintenant composer avec sa participation à toutes les grandes décisions concernant tous projets sur son territoire comme la construction d'une centrale électrique qui est en train de s'amorcer.Nous, nous assistons à tout ça émus, choqués aussi et heureux de pouvoir soutenir cette communauté de quelque forme que ce soit. Aujourd'hui par exemple, nous faisons figure de soutien international au côté de la communauté ixil.
Il est temps que les choses bougent ici et que ce peuple sorte de l'oppression.
A ce sujet d'ailleurs, il faut dire que l'église joue un rôle important. Elle est partout, omniprésente et participe activement à la résignation des esprits : "tu es pauvre, c'est le désir de Dieu!" Partout des sloggans à la gloire de "notre seigneur". C'est effrayant. Nous apprendrons à ce sujet que la CIA aurait aussi largement participé à l'implantation d'églises évangéliques pour mieux contrôler le peuple et manipuler leurs esprits meurtris par tant d'atrocité!
Vite, que les consciences se réveillent enfin!
Courage et longue vie à des associations comme Asaunixil et la MESA!
Finale im Fuerzo
Die Interviews der Familien füllen weiterhin unsere Tage aus, oder zumindest ein Teil davon. Immer häufiger dient der Pickup Materiallieferungen und wir müssen zeitig mit dem letzten, öffentlichen Mikrobus nach Nebaj zurückfahren. Unsere Bilanz fällt leicht frustrierend aus: 28 Interviews in 11 Arbeitstagen. Aber die Dinge folgen hier einem anderen Rhythmus.
Mit Marcia lernen wir den Präsidenten von A.P.D.K. kennen, einer weiteren Organisation, die den ökologischen Kaffeeanbau und -vertrieb fördert und organisiert. Damit werden dann gleichzeitig gemeinnützige Projekte entwickelt, unter anderem auch die Position der Frauen, die eher dem Patriarchen unterliegen als ihre eigene Meinung äussern können.Eines der Grundprinzipien vieler dieser ONGs ist die Vereinigung und Konzentrierung der einzelnen Kräfte. Die Organisationseinheit, die funktioniert ist die Familie. Die Menschen sind es nicht gewöhnt Dinge zu teilen und sich mit anderen abzusprechen. Dadurch bewegen sich die Projekte im kleinen Rahmen und entwickeln sich schleppend oder gar nicht. Die Organisationen versuchen unter anderem durch gemeinsame Projekte miteinander zu verbinden. Ein schönes Projekt von Asaunixil ist zum Beispiel eine Maismühle womit der tägliche Bedarf für die Herstellung der Tortillas garantiert wird. Die Organisation bezahlt die Mühle, mit der Bedingung, dass sich innerhalb von zwei Jahren ein selbsttragendes Geschäft entsteht. Denn jede Mahlung bringt Einnahmen und gleichzeitig entstehen Kosten durch Pflege und Benzin für den Motor. Fünf Familien sollen sich die Arbeit teilen und organisieren. Asaunixil gibt das nötige Wissen und kontrolliert. Wenn das Projekt nicht funktionieren sollte, dann wird die Mühle wieder abgeholt. Läuft alles wie geplant, entsteht ein neues, kleines Unternehmen mit Einkommen und der Wiederaufbau ist wieder ein ganz kleines Stückchen weiter.
Wir treffen noch einen anderen Präsidenten, und zwar den von Guatemala, Óscar Berger. Er kommt zwar nicht unsretwegen, doch dürfen wir an einem historischen Moment Guatemalas teilnehmen. Francisco Velasco Marroquin, der Präsident von Asaunixil ist ebenfalls Direktor des Tisches der Region Ixil. Etwa 30 Organisationen haben sich zusammengeschlossen um gegenüber der Regierung mehr Gewicht und Einfluss zu erlangen. Ein sehr schwieriges Unternehmen, da jede Organisation auch ihre eigenen, persönlichen oder politischen Ziele verfolgt. Es wurde ein Treffen mit dem Präsidenten von Guatemala organisiert um dem Friedensvertrag von 1996 einen Annex hinzuzufügen. Schon in der ursprünglichen Version ist die Regierung dazu aufgefordert Entschädigungen an die vertriebenen Familien und für die Massaker zu zahlen. Ausserdem soll der Wiederaufbau gefördert und das Militär abgezogen werden. Tatsache ist, dass in 11 Jahren fast gar nichts geschehen ist. Der Annex soll dem ein wenig entgegentreten.Das Treffen stellt sich als frustrierendes Spektakel heraus. 30 Minuten stehen zur Verfügung, damit sich vier Menschen über die Zukunft der Region Ixil äussern. Danach wird unterzeichnet, noch schnell ein Foto mit dem Präsidenten, eine Indianerfrau im Arm haltend, lächelnd, und weiter gehts im Programm. Man sollte wissen, dass in fünf Monaten Wahlen in Guatemala stattfinden, und der Präsident versucht öffentlich im günstigen Licht zu stehen. Nach seinem Abflug steht die Menge etwas verdutzt da. Keine Frage durfte gestellt werden, der Stimme der Menschen wurde nicht mal eine Sekunde gewidmet, und der Präsident besitzt sogar die Frechheit Autogramme auszuteilen! Ein Hoch auf die Demokratie!
Doch Francisco behält seinen Mut. Für ihn macht trotz allem das Treffen Sinn, und er bestärkt die Zusammenarbeit der Organisationen, und dass Punkt für Punkt alles Notwendige in Angriff genommen wird, damit die Entwicklung voran geht, und zwar für den Menschen.
Die Abende und Wochenenden verbringen wir weiterhin mit unseren Freunden. Jeder von ihnen trägt hier seinen kleinen Anteil zur Entwicklung bei. Es wird viel diskutiert oder einfach nur entspannt getrunken um den Tag ausklingen zu lassen.Unsere Zeit in Nebaj geht zu Ende. Wir begleiten die Familie zu einem Ausflug, um den 15. Geburtstag von Yulissa, einer der Töchter, zu feiern. Jetzt hoffen wir noch, dass der Geldautomat bald wieder aufgefüllt wird, damit wir unsere Weiterreise zum See Atitlán bezahlen können.
Ich empfehle Euch noch, dann ist das Kapitel aber wirklich zu Ende, einen Blick auf den Blog von Benjamin zu werfen. Er kommt aus Deutschland, studiert Fotografie, und begleitet Projekte rund um Nebaj und bald vielleicht auch noch darüberhinaus. Spannende Bilder über Politik und Leben in Guatemala!
(Slideshow)
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