Sunday, July 22, 2007

Entspurt in Mexiko-City

Etwas überrascht empfängt uns unsere Gastfamilie, etwas bleich und früher als geplant erreichen wir die letzte Station. Erst einmal ein wenig Ruhe und Antibiotika für den Verdauungstrakt. Relativ schnell erholen wir uns und raffen uns für die abschließenden Aktivitäten auf.

Denken wir zum Beispiel an den Botadero oder Guatemala zurück erscheint es uns wie eine Ewigkeit. Doch die Ankunft in Mexiko vor viereinhalb Monaten scheint letzte Woche gewesen zu sein. Das Zeitgefühl in unseren Erinnerungen wirkt verdreht. Die Reihenfolge der einzelnen Etappen stimmt nicht mehr. Wir baden in den Ereignissen, der letzten Wochen und Monaten. Es ist getan! Doch bleibt uns noch die Hauptstadt.

Als wir am Anfang der Reise standen fühlten wir uns reichlich überfordert und konnten kaum vom Angebot profitieren. Doch ist und bleibt Mexiko-City ein ganz große Ausnahme. Wirklich attraktiv ist uns dieser Ort nicht. Hässlich gibt sich die Stadt und ein ständiges, unsicheres Gefühl begleitet uns an den verschiedensten Ecken und Enden. Wir erfüllen das Touristenprogramm und erledigen unsere letzten Einkäufe. Doch warten wir auch auf unseren Abflug. Die letzten Tage ziehen sich ein wenig in die Länge. Vor allem zeigt sich das Wetter von der schlechtesten Seite, die Regenzeit hat begonnen, was uns zu eher unfreiwilligem Stubenhockerdasein zwingt.

Die allerletzte Etappe rückt heran. Das Gepäck! Schaffen wir auch alles unterzubringen, und wird unser ganzes Geschirr und sonstiger zerbrechlicher Kram auch sicher in Paris ankommen? Das einchecken klappt einwandfrei! Noch ein Käffchen mit Stephany und wir begeben uns schließlich in den Wartebereich.

Das Abenteuer geht zu Ende und wir warten auf unsere Familie und Freunde. Noch müssen wir insgesamt 14 Stunden Reisen überstehen. Das Wetter ist mittelmäßig, wird das Flugzeug starten dürfen? Ein letztes Mal werden unsere Flugtickets geprüft, das Handgepäck mit dem Zerbrechlichem verstaut, die Turbinen brausen auf und wir verlassen mexikanischen Boden! Viereinhalb Monate bleiben in unserem Herzen. Es gibt viel zu erzählen, viele Fotos zu zeigen und Reisen ist eigentlich nur halb so kompliziert, als wie man sich so vorstellen mag. Warten wir aufs nächste Abenteuer!
Der Norden

Wir entscheiden uns in den letzten zwei Reisewochen ein wenig umzudisponieren. Ein kleiner Abstecher in den Norden, noch weiter als Guadalajara, soll die Kilometerzahl noch ein wenig höher treiben, auch wenn unser Geldbeutel prinzipiell anderer Meinung ist. Aber alle Bekannten weisen uns darauf hin, dass es sich lohnt in den kulturreichen Städte Zacatecas und Guanajuato vorbeizuschauen. Wir verbringen wir ganz unerwartet noch ein paar spannende Tage - in jeglicher Hinsicht.

Wieder erwartet uns ein neues Bild. Kein Schachbrettmuster durchzieht die Städte, sondern verwinkelte, kleine Straßen, die bergauf und bergab zu schweißtreibenden Spaziergängen führt. Edelmetalle übersäen die Gesteinsschichten und ließen in unglaublicher Geschwindigkeit die Städte in den eher wüstenhaften, menschenunfreundlichen Gegenden gedeihen. Der schnelle Reichtum führt zur kulturellen Vielfalt und einer recht anschaulichen Architektur. Man fühlt sich eher in südeuropäischen Regionen katapultiert. Einer der wenigen Nachteile sind die extrem hohen Preise. Für Übernachtung und Verpflegung darf man mindestens die Hälfte nochmal draufschlagen. Doch was solls, nicht alle Tage gönnt man sich dieses kleine Vergnügen.

Zacatecas empfängt uns mit ereignisreichen Abendveranstaltungen. Durch die gesamte Stadt, bis spät in die Nacht, ziehen selbst organisierte Umzüge, die mit viel Lärm, manchmal erträglicher, manchmal weniger die Einwohner bei Laune halten wollen. Mit großen Vergnügen lassen wir uns von unserem Instinkt durch die Straßen führen und verlaufen uns regelmäßig, verlieren uns in dem Labyrinth. Schade, dass wir nicht noch etwas mehr Zeit besitzen um wirklich in die Stadt eintauchen, ihre geheimen Ecken entdecken und auch am wirklichen Leben teilnehmen zu können. Es bleibt ein schöner Moment.

Die Ankunft in Guanajuato ist ganz besonders. Der Stadtbus lässt uns mitten in einem dunklem Tunnel aussteigen. Wir fragen zur Sicherheit gleich zweimal beim Busfahrer nach, der uns geduldig versichert, dass wir uns hier im Zentrum der Stadt befinden. Eigenartig! Doch weißt er uns auf eine kleine Treppe, an deren Ende ein kleiner Lichtschein zu erkennen ist. Schwerbeladen quälen wir uns Stufe für Stufe in die Höhe, und wir erreichen den zentralen Platz . Mittlerweile konnten wir einen Großteil unserer Geschenke schon in Guadalajara besorgen und ziehen nun diese in unseren neu erstandenen Koffern hinter uns her. Unglücklicherweise nicht die praktischste Art zu Reisen. Die Suche nach einem angenehmen Hotel dauert länger als erwartet. Die Preise scheinen sich gegenseitig immer weiter in die Höhe treiben zu wollen. Uns stockt der Atem. Wir finden etwas halbwegs Anständiges und Bezahlbares und stürzen uns ins Nachtleben. Es wimmelt von Bars und Restaurants. Das Erste was uns das Hirn duchwandert ist ein leckeres Steak, eine Spezialität des Nordens. Ja, blutig bitte. Hmmm, was für ein Genuß. Nichts gegen Tortillas und Bohnen und die ganzen mexikanischen Leckereien. Doch ist es schon so lange her, dass wir ein so richtiges Steak genießen durften!

Ein Nacht wollen wir bleiben und in der nächsten Nacht nach Mexiko-City mit dem Bus zurückfahren. So dachten wir uns das, aber das Schicksal war nicht der selben Meinung. Das Bett teilten wir uns mit hungrigen Milben, oder ähnlichem Ungeziefer, was uns mit Bissen übersäte. Nach ungefähr zwei Stunden Schlaf, mehr war durch ständige Juckreize unmöglich, durften wir uns auf der Toilette ordentlich entleeren. Man glaubt es nicht: die letzte Woche erwischt uns die Turista. Das Wetter ist schlecht, wir frieren und haben Bauchschmerzen. Was jetzt? Wir buchen das Ticket um und fahren direkt mit dem Bus nach Mexiko. Zum Glück gibt es ein brauchbares Klo an Bord, nur so überstehen wir die Fahrt.

Monday, July 02, 2007

Guadalajara

Kommt aus dem Arabischen und bedeutet soviel wie "Fluss aus Steinen", befindet sich in der nördlicheren Hälfte Mexikos und ist mit 5 oder 6 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt nach Mexiko-City. Wir sind etwas verwirrt. Lässt man die letzten vier Monate nochmal an sich vorüberziehen, fühlt man sich hier in eine andere Welt katapultiert. Sind wir wirklich noch in Mexiko?
Wirtschaftlich geht es dem Norden wesentlich besser. Die Strassen sind sauberer und überdimensionierte Einkaufszentren sprießen an jeder Ecke aus dem Boden. Es ist beeindruckend, wie sich das Bild Mexikos ändert. Abrundend kommt hinzu, dass sich die spanischen Eroberer und Siedler bedeutend weniger mit der indianischen Bevölkerung vermischt hat. Grund für die klare Hautfarbe und die nicht selten blauen Augen.

Man könnte meinen, dass wir ein all-inklusiv-Angebot gebucht haben. Unsere Gastfamilie, die Mutter und Geschwister von Stéphanies Schwägerin, Minerva empfängt uns herzlichst in ihren vier Wänden. Wir lassen uns so richtig verwöhnen. Eine äußerst angenehme Abwechslung nach vier Monaten Selbstversorgung. Teresa, die Mutter, führt uns durch kulinarische Feinschmeckereien. Jeden Tag gibt es eine neue Spezialität auf dem Tisch. Ob selbstgemachte Enchiladas, in Chilisoße getränkte Tortillas mit Rindfleisch gefüllt und mit Salat, Käse und Soße verfeinert, oder betrunkenes Huhn, in Biersoße gekochtes Hähnchenfleisch mit leckeren Bohnen, Sahne und Tortillas, oder ein schmackhafter Schrimpscocktail. Unser Gaumen erquickt sich an den erlesenen, würzigen Speisen. Nach einer Chiliüberdosis erfrischt man sich mit kühlendem Wasser aus Tamarindofrüchten, Jamaicablättern oder Papayafrucht. Es ist ein Traum!

Nach einer ordentlichen Stärkung geht es auf tatsächliche Reise. Teresa führt uns durch das historische Zentrum und über die Märkte. Am Wochenende fahren wir aufs Land, nach Atotonilco, wo wir einen Teil der 14-köpfigen Familie kennenlernen. Das sollte doch mal kurz erwähnt werden: der 88-jährige Großvater zählt 13 Kinder, 42 Enkel und 19 Urenkel! Doch an all die Namen konnte er sich nur mit Einflüstern erinnern.

Zu guter Letzt dürfen wir noch eine Lucha Libre erleben. Es ist eine mexikanische Form des Catch und ähnelt dem amerikanischen Wrestling. Ein Showkampf, wo es nicht wirklich um einen Gewinner geht. Was zählt, ist die Stimmung. Das Bier fließt literweise, es wird geraucht und man isst frittierte Schweinehaut (Chicharron) oder Chips in Chilisoße. Ziel des ganzen Abend ist soviel und so laut wie möglich zu beschimpfen. Entweder die Kämpfer im Ring, man sucht sich seinen Favoriten nach Lust und Laune aus, das Publikum auf der gegenüberliegenden Seite, oder seinen Sitznachbarn. Besonders beeindruckend sind die Gesänge zwischen den teuren und billigen Sitzplätzen: "Pobres, pobres, chingan a sus madres!". Schwer haben es auch die übergewichtigen Frauen, die eine ständiges "Chichi de vaca" über sich ergehen lassen müssen. Geantwortet wird mit dem Stinkefinger, "Hijo de puta!" oder einfach nur "PUTO!". Doch keine Bange: das ist reiner Spaß. Danach klatscht man sich in die Hände, stößt an und nimmt einen tiefen Schluck Bier aus seinem Plastikbecher.

Tuesday, June 05, 2007

Mazunte

De Oaxaca, nous partons poser nos pénates sur la plage de Mazunte, dans l'auberge de Carlos Einstein, un chaman une peu déjanté!
Ah....On est bien, qu'est-ce qu'on est bien! On se sent ici comme chez nous. Dès notre arrivée, Carlos nous propose un échange : nos nuits gratuites pour des cours de Photoshop. Tous les soirs au coucher du soleil, Carlo tente alors de le lui apprendre pour qu'il puisse faire ses flyers et autres affiches... tout seul! Bon, c'est pas gagné!!

Nous faisons ici la connaissance d'un couple français Anne-Caroline et Fabio et de leur bébé Marek. Ensemble nous savourons la douceur du farniente. Des concerts s'improvisent le soir : guitarre, jumbey, maracasse...

Nous profitons aussi beaucoup de la mer entre baignade quotidienne et un tour en lancha pour aller observer les tortues de mer, dauphins et autres poissons multicolors. Il faut juste avoir un peu le pied marin! Ça tangue pas mal. Carlo, d'ailleurs, a généreusement nourri les poissons!

Nos amis s'en vont. Et nous décidons de rester plus longtemps malgré l'annonce de l'ouragon "Barbara" qui finalement ne viendra pas troubler notre sérénité.

Ah..., non mais vraiment qu'est-ce qu'on est bien chez Carlos! on en oublie le temps et ca fait déjà 12 jours qu'on est ici.

Einsteins Traum

Daran musste ich denken, nicht ständig, doch von Zeit zu Zeit bei schweifenden Gedanken. Ein Buch des englischen Physiker Stephen W. Hawking, ein vermeintlicher Versuch zur Vereinigung des Mikrokosmos mit dem Makrokosmos. Die Überbrückung von Zeit und Raum, verpackt in einer einzigen Formel, oder besser noch: die allumfassende Weltformel! In sich verdrehte, zehndimensionale Superstrings zum Verständnis der Paralleluniversen, Wurmlöcher und Elementarteilchen mit Überlichtgeschwindigkeit. Zeitreisen im gekrümmten Raum.

Doch gibt es einen anderen Ansatz, eine neue Theorie und gleichzeitig älter und vollkommener als es unser diletantischer Geist fassen könnte. Ihr Verkünder: Carlos Einstein, Schaman und Führer durch das intergalaktische Reisen, fühlt deine Schwingungen und Energieströme und leitet sie in die richtigen Bahnen. Nebenbeschäftigung: Herbergsvater in Mazunte, Oaxaca!

Gerade mal 500 Meter Luftlinie trennen uns von der Punta Cometa, eine Art Minihalbinsel, der südlichste Punkt Mexikos. Dieser dient seit Urzeiten als astronomischer Beobachtungsort. Hier ist es möglich Sonnenauf- und -untergang zu beobachten, ein mystischer Ort laut Carlos, dessen Schwingungen die Umgebung mit vollkommener Energie durchdringt. Aber vielleicht liegt es auch an der von strahlender Sonne und frischem Wind durchsetzten Luft, oder dem immer wiederkehrenden, regelmässigen Rauschen des Meeres, der Pulsschlag des Ozeans, dass die Gemüter unbeschwerter, ja geradezu unbekümmert und mit vollem Herzen, Zeit und Raum im Stillstand, ihr Leben leben.

Freunde begleiten uns durch diese Zeitschleuse. Fabio und Ana-Caroline mit ihrem 2-jährigen Sohn Marek, ebenfalls aus Paris, geniesen ihre zweite Urlaubshälfte um sich anschliessend in Venezuela niederzulassen. Zusammen mit Benoît improvisieren wir ein kleines aber vielseitiges Konzert. Blues, französische und lateinamerikanische Chansons und ein wenig Mamusch wecken in mir wieder die Lust aufs Gitarrespielen. Wie in einer Parallelwelt durchreist man längst vergessene Leidenschaften. Pierre schliesst sich unserer Gesellschaft an und wir vertreiben unsere Zeit mit Domino- oder Schachspiel. Doch neben den zahlreichen Franzosen gibt es noch weitere Begleitung aus Deutschland, Kanada, Mexiko oder dem Baskenland.

Wir alle erleben den Zauber Carlos, geniesen ihn in vollen Zügen und zögern die Abreise hinaus. Noch zwei Tage länger, dann aber wirklich! Wir reisen durch gekrümmten Raum, auf und ab gehen die Wellen, und wir schwimmen mit den Meeresschildkröten und Delphinen. Ich fühle mich wie ein in sich verdrehtes, zehndimensionales Superstring. Mein Magen würgt, mein Kopf stämmt dagegen, meine Muskeln verkrampfen sich. Ich kann nicht mehr reden und meine Finger versteifen sich! Dann endlich heraus damit, und ich liefere den Fischen ein "leckeres" Frühstück. Von den Schildkröte hatte ich nicht wirklich viel, doch was für eine Erfahrung, und man ist sich wieder ein Stückchen näher! Danach gibt es leckeren, selbst geangelten Fisch.

Nach und nach verlassen unsere Freunde die allumfassende Schleuse, haben genug und wollen weiter. Wir zögern immer noch. Selbst Barbara, ein Hurricane, der geradezu auf uns steuert, bringt uns nicht vom Fleck. Doch ändert "sie" ihre Meinung und zerstört vorzugsweise die Chiappas- und Guatemalaküste! Wir ändern unsere Pläne und kaufen unsere Tickets. Carlos werden wir so schnell nicht vergessen, vor allem nicht die unzähligen Stunden voller verzweifelter Versuche, ihm Photoshop zu erklären. Denn auch ein Schaman braucht "gut" gestaltete Werbung. Dies war der Deal für kostenloses Wohnen, ein weitere Grund das Wurmloch vollkommen auszukosten!

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Wednesday, May 23, 2007

Oaxaca

Wieder eine kulturelle Hochburg auf unserer Reiseroute, nach anstrengender, 12-stündiger Reise durch die Berge. Viele Jugendherbergen, viel kulturelle Aktivität, viele Cafés, viele nette, billige und teure Geschäfte, viele Autos und viel Lärm, viele Menschen auf der Strasse, viele Sprüche an den Wänden, Spuren freier Meinungsäusserung vom Hochdruckstrahl entfernt, viele Universitäten, viele Fussgängerampeln mit animiertem Männchen und Countdownanzeige, vieles Altes und Neues zu bestaunen, viel Kunsthandwerk, viele alternative Kinos, eine Alliance Française, viele Touristen, viele Farben, viele Märkte und gegrillte Grashüpfer und Heuschrecken zum Schlemmern. Guten Appetit!




Ah les plaisirs de la ville!... Finalement, on y revient!

Cinema, bars, musées, boutiques. Tout y est -La ville a retrouvé son calme depuis les évènements de l'an passé, les derniers grafitis sont nettoyés -
Nous passons ici une semaine agréable à flaner dans les rues de cette très belle cité coloniale et admirons le riche artisanat de la région: poterie, tapis, ...

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Boca del Cielo - La côte des Chiappas.

Après plusieurs mois passés dans les montagnes nous sommes impatients de découvrir le Pacifique. Nous atterissons alors à Puerto Arista. La chaleur est accablante d'autant plus que nous commençons à être bien chargés.
Mais nous sommes aussi assez vite déçus car le village ne vit quasiment pas en dehors des saisons touristiques et ressemble à une ville fantôme. Profiter de la plage et de la mer tant attendues s'avère impossible. Le soleil est écrasant et l'océan très dangereux.

Allons voir plus loin : à Boca del Cielo par exemple, ce nom très poétique nous fait déjà rêver... C'est sur un banc de sable entre la mer et une lagune, chez Anita que nous arrivons alors. Mais décidemment, nous nous sentons bien seuls sur ce petit bout de terre. L'occupation de la saison est la sieste, bien enfoncé dans un hammac. Le but du jeu, je crois, ici est de dormir le plus longtemps possible. Nos hôtes ont l'air de pratiquer depuis bien longtemps ce sport. On les a un peu réveillé, on dirait.
Nous n'instisterons pas et les laisserons à leur torpeur. ¡Feliz sueño!

Schlummernd in den Himmelsmund

Es ist heiss. Wir steigen aus dem Colectivo aus, das Hemd am Körper klebend. Ein dumpfes Rauschen füllt den Hintergrund aus. Das erste Mal in meinem Leben sehe ich den Pazifik, der sich wild aufbrausend in sich selbst überschlägt. Eine gewaltige Kraft, die in den Strömungen steckt, lässt die Wellen klatschen und das schäumende Wasser in die Höhe spritzen. Doch wird davon abgeraten sich schwimmend in die Fluten zu begeben. Gefährliche Strömungen reissen Unvorsichtige schnell aufs offene Meer hinaus. Somit begnügen wir uns mit ein bisschen Geplanschelei in Ufernähe. Trotzdem ist die Kraft des Wassers überwältigend. Nur mit Schwierigkeiten behält man sein Gleichgewicht.

Wir sind alleine auf dem kilometerlangem Strand. Kaum eine Menschenseele läuft uns über den Weg. Die Restaurants schmiegen sich eines neben dem anderen artig aneinander. Sie wirken wie ausgestorben, geisterhaft. In die Ferne blickend, wartet die Bedienung auf hungrige und durstige Kundschaft. Man könnte meinen, dass sie sich seit Wochen nicht einen Millimeter bewegt hat. Und alles geschieht in Zeitlupe. Die Hitze erschlägt jeglichen Kraftschimmer. Dies ist Puerto Arista, ein von lokalen Touristen beliebter Ort, und zu Urlaubszeiten komplett übervölkert. Wir fühlen uns ein wenig bedrückt von der Stille und Tatenlosigkeit und suchen weiter nach Leben im Boca del Cielo.

Auf einer Sandbank, nur mit dem Boot erreichbar, reihen sich die Restaurants mit Cabañas aneinander. Wir folgen dem Ratschlag Miguels, unserem Herbergsvater in San Cristóbal, und fragen nach einem Zimmer im Restaurant Anita. Eine übergewichtige Frau zeigt uns schleppenden Schrittes eine Hütte, wir sagen zu. Doch ist uns nicht wohl. Eine Trostlosigkeit umhüllt unser Nichtstun. In der Sonne hält man es keine fünf Minuten aus. Jegliches Lebewesen sucht Schatten oder Wasser zur Abkühlung. Wir warten, und warten, und warten, essen ein wenig, und warten, und warten, und schlafen. Man wiegt sich in der Hängematte, schlummernd, oder stoisch auf den vor sich hinlaufenden Fernseher starrend. Wir ändern unsere Meinung, selbst dies braucht seine Zeit in der Hitze, und verlassen diese Phantomorte schnellen Fusses.

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Tuesday, May 22, 2007

Schön wars ... in Guatemala!

Wir blättern die Seite um ud beenden damit das Kapitel Guatemala. 40 Tage waren wir hier, noch 47 bis zum Rückflug. Es fällt uns schwer den Rhythmus des Reisens, nach unserer Zeit in Nebaj, wiederzufinden. Uns fehlen die Freunde, die hiesigen wie auch Ihr!

Unser nächster Stopp heisst San Cristóbal de las Casas und befindet sich im Chiappas, Mexiko. Mit grossen Augen entdecken wir das koloniale Städtchen und finden lange Vermisstes vor: Bücherläden, wovon man in Guatemala, in den uns bekannten Orten, nur träumen kann, säumen die Strassen und füllen die Innenhöfe aus. Programmkinos mit alternativer Filmauswahl, geschmackvoll dekorierte Läden mit aus der Region stammendem Kunsthandwerk, oder einfach nur ein nettes Café zum Entspannen. San Cristóbal ist voll davon!

Wir bereiten den Schlachtplan vor. Cédric Gesnouin, ein alter Schulfreund Stéphanies, organisiert sich ein paar freie Tage von seiner Arbeit in Monterrey und kommt uns besuchen. Mit Emely aus Washington D.C. entdecken wir zu Boote den Cañon del Sumidero. Und mit dem Bus geht es zum Markt von San Juan Chamula, wo die Indianer mit weissen oder schwarzen Schafspelzen und Ledersandalen durch die Strassen wandern. Besonders kontrastreich wird es mit dem am Gürtel angebrachten Handy!

Die Situation der Indianer im Chiappas ähnelt der guatemaltekischen. Zudem gehörte der Bundesstaat vor etwas mehr als 100 Jahren noch zum Nachbarland. Die Erde ist voll von kostbaren Rohstoffen, und von der Regierung wird alles Mögliche getan, diese Reichtümer in die Hände von ein paar oberreichen Fuzies zu legen. Doch die Ureinwohner, die, man könnte glauben, nur noch ihrer billigen Arbeitskraft wegen, geduldet werden, wollen ihren Anteil. Schliesslich handelt es sich um ihren Grund und Boden. Doch stattdessen leiden sie unter Analphabetismus, Unterernährung und extremster Armut.

Viele Organisationen und verschiedenste Bewegungen haben sich in den letzten hundert Jahren gegründet, politische wie militärische, die von sich selber behaupten für die Interessen der Indianer zu kämpfen. Die international bekannteste ist wohl die Ejército Zapatista de Liberación Nacional (EZLN), eine Guerrillagruppe, die 1994 für Aufregung sorgte, als sie drei Städte im Chiappas, darunter auch San Cristóbal, besetzten. Nach wenigen Tagen wurden sie vom Militär weit in den Dschungel Lacandona vertrieben, wo sie noch heute agieren. Zunächst traf die Bewegung auf viel Wohlwollen in der Bevölkerung, doch sieht die Situation heute etwas anders aus. Zwei Dokumentarfilmer, die die Jugendherberge mit uns teilen, klären uns ein wenig darüber auf. Viel Konkretes passiert kaum und man weiss, dass jegliche ernsthafte Gefahr für die Regierung oder sonstige Gruppierung in Mexiko schnell aus dem Weg geräumt wird!

Doch schweifen wir nicht zu weit in Nichtigkeiten ab. Als wahres Abenteuer stelt sich unsere Fahrradtour in den Bergen heraus. Mit highclass BMX-Rädern geht es bergauf und -ab, über enge, steinige Pfade, und steiles Gefälle, die den Puls und Adrenalingehalt umgekehrt exponentiell steil in die Höhe schiessen lassen.

Cédric verlässt uns am Sonntag, und uns bleiben noch drei weitere Tage, in denen wir uns genüsslich Entspannen, durch die Geschäfte ziehen und Geschenke kaufen und allabendlich in den Kinos spannende Dokumentarfilme über den Chiappas und seine Geschichte oder die Lehreraufstände in Oaxaca im letzten Jahr regelrecht aufsaugen.

Leider muss sich unser Geldbeutel nach dem günstigen Guatemala wieder an die mexikanischen Tarife gewöhnen, und unsere Aktivitäten wie die Geschenke haben unser Budget ordentlich auf die Probe gestellt.

Die letzte Etappe beginnt aussergewöhnlich spannend, doch macht sich gelegentlich ein Heimweh bemerkbar. Man zählt die Tage und die Lust, Neues zu entdecken, lässt gemächlich nach. 137 Tage sind eine lange Zeit, doch zählt dies ebenfalls zu den Erfahrungen einer Reise.

San Cristobal de las casas...

J - 47 avant notre retour. Il est temps d'amorcer notre remontée vers Guadalajara - dernière étape de notre voyage. Nous quittons en tout cas le Guatemala remplis d'impressions fortes mais nous sommes aussi heureux de retrouver le Mexique.
Première alte : la fameuse ville de San Cristobal de las casas au coeur des Chiapas. Nous nous y sentons tout de suite à notre aise. Dans cette vielle ville au pur style colonial règne une atmosphère agréable. Il y a beaucoup de jeunes, de lieux alternatifs, de magnifiques boutiques, de librairies...en somme, on peut difficilement s'ennuyer.
D'autant plus qu'on a rendez-vous ici avec un vieil ami d'enfance : Cédric, qui descend de Monterrey pour nous rejoindre un long week-end. On est tout les deux étonnés de se retrouver là, si loin de notre Saint Hilaire natal! On profite donc ensemble de la ville, on partage nos impressions ce qui donne lieu à des discussions plutôt marrantes. Comme il connaît maintenant bien le pays, il nous fait découvrir des spécialités notamment la "michelada"...vous ne devinerez jamais ce que c'est... et bien il s'agit de bière à laquelle on mélange du jus de viande et un peu de piment...hum! j'avoue que je ne suis pas vraiment fan.
On descend aussi le canion del Sumidero en lancha. On peut y voir d'immenses croccodiles (5m) vivre dans leur environnement naturel, et le paysage est à couper le souffle. Dans la montagne alentour, nous partons en VTT. C'est l'occasion de se muscler un peu et d'apercevoir ces belles bergères filer la laine au milieu de leur troupeau. On ne vous montrera pas d'images car dans le respect des communautés indigènes nous n'emporterons pas notre appareil. La descente finale vers San Cristobal est extrême. Nous atterrissons alors autour d'une bière : remède contre les courbatures du lendemain - Ca marche! (attention, une seule bière suffit pour drainer les toxines musculaires!).
Nous flanons dans les rues, visitons les petites salles de ciné alternatifs pour visionner des documentaires sur l'OMC, la crise de Oaxaca de l'an passé et sur les zapatistes d'hier et d'aujourd'hui. A ce sujet, nous apprendrons que la réalité du mouvement est plutôt flou. Aujourd'hui, c'est d'ailleurs plus un mythe qu'une réalité pour les communautés indigènes.
Cédric doit déjà repartir. Nous, nous restons encore quelques jours et arpentons les marchés artisanaux qui foisonnent ici.

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Monday, May 07, 2007

Schnaufend und mit schmerzendem Knie

Der Abschied von der Familie zieht sich etwas in die Länge und Mist! Wir haben die Fotos für Adeleidas Gästealbum vergessen. Jetzt müssen wir aber wirklich los. Schnell noch einen dicken Abscjiedsdrücker von Marcia, und weiter mit fünf Stunden Busfahrt. Dann erreichen wir Panajachel, wo wir nur fix ein Boot besteigen, welches uns dann in San Pedro absetzt.

Wir warten auf ein atemberaubendes Panorama des Atitlán-Sees, doch behindert ein Nebelschleier unsere Sicht, und wir können die Umrisse des Sees nur erahnen. Es stellt sich heraus, dass sich die ideale Saison für Fotos eher um die Jahreswende befindet.

Vor einigen tausend Jahren kam es zu einer gewaltigen Vulkanexplosion, die Gestein bis nach Florida geschleudert hat. Das dabei entstandene Loch hat sich mit Wasser gefüllt und wurde See Atitlán getauft. Heute schmücken noch drei Vulkane die Ufer. Die Gegend wurde in den 60er Jahren von amerikanischen Hippietouristen entdeckt und sofort zur ihrer Hauptbasis in Guatemala erklärt. An jeder Ecke kann man an Yogakursen teilnehmen oder sich von verschiedensten Massagen verwöhnen lassen. Ein paar Gramm Marihuana oder Kokain werden einem ebenfalls gelegentlich angeboten. San Pedro, am Fusse des gleichnamigen Vulkans, stellt sich als eine Partymeile heraus. Ein eigenartiger Schlag von Touristen tummelt sich durch die Strässchen. Wir fühlen uns ziemlich fehl am Platz zwischen den jungen und partygeilen Menschen. Doch behalten die Einwohner trotz der Touristenüberflutung erstaunlicherweise ihren gutmutigen Charme und grüssen mit einem warmherzigen Lächeln. Das versöhnt uns immer wieder ein wenig.

Am dritten Tag strten wir unser wahres Abenteuer. Fünf Kilometer Marsch und 1.400 Mater Höhenunterschied bis zum Gipfel des Vulkans. Und es steigt, und steigt, und steigt und hört nicht mehr auf zu steigen. Bis zum Schluss durchwandern wir alle vorstellbaren und unvorstellbaren Bewusstseinszustände! Wo ist sie nur hin, unsere sportliche Kondition? Auch der Rückweg besitzt seine Tücken und stellt unsere rostigen Kniescheiben gewaltig auf die Probe.

Mit Muskelkater und Knieschmerzen verbringen wir die Tage bis zum Abflug im Ausnahmezustand. "Snake II" heisst unsere Langeweile vertreibende Aktivität und befindet sich auf unserem Handy. Rekorde überschlagend, bewegen wir uns dem Wahnsinn nahe, dem stupiden Spiel verfallen!

Für noch weniger Inspiration sorgte die erschreckende Nachricht über den Ausgang der Präsidentschaftswahlen in Frankreich. Wie kann nur Nicolas Sarkozy in das höchste Amt gewählt werden? Schwierige Zeiten für Kultur, soziale Sicherheit, Ausbildung und internationale Beziehungen für die nächsten fünf Jahre! Es ist ein enttäuschender Moment, wenn man feststellen muss, das fast 54% der Französinnen und Franzosen für einen arroganten, in sich selbst verliebten Grössenwahnsinnigen stimmt. "Für ein Frankreich mit mehr Autorität, Arbeit und Moral." Na herzlichen Glückwunsch Herr Präsident. Mal sehen was die zurückgeführten Immigranten, die zu Zwangsarbeit und Kleinstlohn gezwungenen Arbeitslosen und die von einem zukünftig privaten Schulsystem ausgeschlossene Masse zu diesen Grundprinzipien sagen werden!

De Nebaj au trou noir...

Le départ de Nebaj paraissait plus facile pour nous que pour nos amis. "C'est toujours plus facile pour celui qui part que pour celui qui reste" comme on dit! Nous sommes pourtant bien ici nous pourrions encore prolonger notre séjour, comme ils nous le suggèrent à maintes reprises. Mais nous voulons aussi découvrir le sud et la région volcanique du Lac Atitlan avant d'entamer notre retour vers le Mexique.
Après de chaleureuses embrassades et 5h de route nous arrivons à Panajachel. Le panorama magnifique sur le lac que nous attendions n'est pas au rendez-vous, en cette saison des pluies, la brume est très épaisse.
Nous traversons le lac pour atteindre San Pedro - petite ville touristique au pied du volcan du même nom.
Bon, là, on doit se réadapter. Ici, c'est le paradis des babos (heureusement, ils ne sont pas encore tous arrivés!):cours de yoga, massages, saunas, bars -restos à gogo et drogues en tout genre sont à notre disposition...finalement, on se demande si on aurait pas du rester à Nebaj!, on est un peu décalé!
En 4 jours d'ennuis et de manque d'inspiration, on aura quand même réussi à faire une excursion jusqu'au sommet du volcan. Nous mettrons 3 jours à nous en remettre : plutôt abrupte la montée et la descente aussi d'ailleurs!

San Pedro ne nous aura donc pas séduit malgré l'extrême gentillesse des habitants.Nous passons alors sur l'autre rive à San Marco. C'est un peu plus tranquille mais l'esprit est quasiment le même. Nous y passerons la soirée avec deux français plutôt marrants, installés ici depuis 20 ans. Ensemble, on essaye tant bien que mal d'avaler la nouvelle de l'après-midi!! On en revient pas : Qui sont ces français qui souhaitent revenir au temps du paternalisme autoritaire et plonger tête baisser vers un néo-libéralisme à l'américaine ?? Notre vie va changer, je crois...Vais-je pouvoir continuer à travailler dans la culture? ou faudra-t-il que je devienne marchande de cacahuettes??? Il est en tout cas temps pour moi de m'engager plus à fond pour mes idéaux politiques. J'ai l'intention de lutter
contre cette France conservatrice, individualiste, impérialiste et raciste!!!


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Sunday, April 29, 2007

Pour le développement de la région Ixil.

Nous entamons notre dernière semaine à Nebaj. Encore une semaine bien chargée. Nos entretiens se passent bien mais il ya encore beaucoup à faire avant d'arriver au bout.
Nous profitons de nos voyages en jeep dans les aldeas pour aller livrer du matériel aux communautés : moulins à moteur pour moudre le maïs ou le café. En échange de ce don de l'association, la communauté doit s'organiser pour le gérer collectivement et si au terme de 2 ans, l'expérience est concluante, le moulin lui appartient. Dans le cas contraire il est emmené dans une autre communauté. Ici, les gens n'ont pas l'habitude de travailler en cummun pour améliorer la productivité par exemple. C'est pourquoi, l'association Asaunixil développe ce genre de projet.
Nous livrons aussi du matériel pour construire des poulailler ou pour construire des fourneaux pour remplacer les feux de bois à même le sol qui posent des problèmes de salubrité dans les maisons et qui de surcroît consomment beaucoup de bois et participent de la déforestation.
Nous rencontrons aussi dans la semaine une autre association de petits producteurs de café bio. Avec son président Lorenzo, nous échangeons nos idées sur le développement.
Ici beaucoup de communautés sont très soumises et fatalistes par rapport à leur condition. Heureusement certaines personnes se battent et s'organisent pour que les choses bougent, elles sont de véritables force-vives. Il y a beaucoup d'associations dans la région. Asaunixil, ou plutôt Francisco, son coordinateur, a d'ailleurs initié un regroupement d'une trentaine des plus importantes (asso de femmes, de soutien aux victimes de la guerre civile, asso pour le développement..pour le respect des droits de l'homme...etc) : la MESA régionale Ixil. Le but est de faire poids pour que les accords de paix de 1996 soient respectés. Ces derniers devaient imposer à l'état et aux gouvernements successifs l'attribution d'aides au développement des régions indigènes au niveau de l'éducation, de la santé et de l'économie. Les familles victimes du conflit armées devaient aussi obtenir des aides et en mémoire de tous les crimes, devaient être construit des musées. Après plus de 10 ans de paix, rien n'a bougé.
La MESA travaille donc à l'application de ces accords , cherche et obtient le soutien d'organisations internationales pour faire pression sur les politiciens. Aujourd'hui, ils ont une visibilité auprès de l'ONU qui est aussi sensée veiller au respect des accords.

Cette semaine, nous assisterons à un jour quasi historique. Au terme de longues négociations avec le gouvernement et d'autres institutions du pays, la première annexe aux accords de paix est signée : le gouvernement s'engage à verser 27 millions de Quetzal (2.7 millions d'euros) pour le développement de projets liés aux accords de paix dans la région ixil. Bien sûr, l'annexe est floue et ne précise pas les dates et la manière dont va procéder le gouvernement malgré une lutte de la MESA pour obtenir plus de précisons, mais c'est un premier pas non-négligeable.
Le président du pays se déplacera à cette occasion (30 minutes!) pour assister à la signature et en profite pour faire campagne bien sûr (les élections sont en septembre). Son attitude est déplorable. No-comment! Mais la communauté ixil lui montre au travers du discours de Francisco, qu'elle n'est pas dupe et qu'il faudra à partir de maintenant composer avec sa participation à toutes les grandes décisions concernant tous projets sur son territoire comme la construction d'une centrale électrique qui est en train de s'amorcer.
Nous, nous assistons à tout ça émus, choqués aussi et heureux de pouvoir soutenir cette communauté de quelque forme que ce soit. Aujourd'hui par exemple, nous faisons figure de soutien international au côté de la communauté ixil.

Il est temps que les choses bougent ici et que ce peuple sorte de l'oppression.

A ce sujet d'ailleurs, il faut dire que l'église joue un rôle important. Elle est partout, omniprésente et participe activement à la résignation des esprits : "tu es pauvre, c'est le désir de Dieu!" Partout des sloggans à la gloire de "notre seigneur". C'est effrayant. Nous apprendrons à ce sujet que la CIA aurait aussi largement participé à l'implantation d'églises évangéliques pour mieux contrôler le peuple et manipuler leurs esprits meurtris par tant d'atrocité!

Vite, que les consciences se réveillent enfin!

Courage et longue vie à des associations comme Asaunixil et la MESA!


Finale im Fuerzo

Die Interviews der Familien füllen weiterhin unsere Tage aus, oder zumindest ein Teil davon. Immer häufiger dient der Pickup Materiallieferungen und wir müssen zeitig mit dem letzten, öffentlichen Mikrobus nach Nebaj zurückfahren. Unsere Bilanz fällt leicht frustrierend aus: 28 Interviews in 11 Arbeitstagen. Aber die Dinge folgen hier einem anderen Rhythmus.

Mit Marcia lernen wir den Präsidenten von A.P.D.K. kennen, einer weiteren Organisation, die den ökologischen Kaffeeanbau und -vertrieb fördert und organisiert. Damit werden dann gleichzeitig gemeinnützige Projekte entwickelt, unter anderem auch die Position der Frauen, die eher dem Patriarchen unterliegen als ihre eigene Meinung äussern können.

Eines der Grundprinzipien vieler dieser ONGs ist die Vereinigung und Konzentrierung der einzelnen Kräfte. Die Organisationseinheit, die funktioniert ist die Familie. Die Menschen sind es nicht gewöhnt Dinge zu teilen und sich mit anderen abzusprechen. Dadurch bewegen sich die Projekte im kleinen Rahmen und entwickeln sich schleppend oder gar nicht. Die Organisationen versuchen unter anderem durch gemeinsame Projekte miteinander zu verbinden. Ein schönes Projekt von Asaunixil ist zum Beispiel eine Maismühle womit der tägliche Bedarf für die Herstellung der Tortillas garantiert wird. Die Organisation bezahlt die Mühle, mit der Bedingung, dass sich innerhalb von zwei Jahren ein selbsttragendes Geschäft entsteht. Denn jede Mahlung bringt Einnahmen und gleichzeitig entstehen Kosten durch Pflege und Benzin für den Motor. Fünf Familien sollen sich die Arbeit teilen und organisieren. Asaunixil gibt das nötige Wissen und kontrolliert. Wenn das Projekt nicht funktionieren sollte, dann wird die Mühle wieder abgeholt. Läuft alles wie geplant, entsteht ein neues, kleines Unternehmen mit Einkommen und der Wiederaufbau ist wieder ein ganz kleines Stückchen weiter.

Wir treffen noch einen anderen Präsidenten, und zwar den von Guatemala, Óscar Berger. Er kommt zwar nicht unsretwegen, doch dürfen wir an einem historischen Moment Guatemalas teilnehmen. Francisco Velasco Marroquin, der Präsident von Asaunixil ist ebenfalls Direktor des Tisches der Region Ixil. Etwa 30 Organisationen haben sich zusammengeschlossen um gegenüber der Regierung mehr Gewicht und Einfluss zu erlangen. Ein sehr schwieriges Unternehmen, da jede Organisation auch ihre eigenen, persönlichen oder politischen Ziele verfolgt. Es wurde ein Treffen mit dem Präsidenten von Guatemala organisiert um dem Friedensvertrag von 1996 einen Annex hinzuzufügen. Schon in der ursprünglichen Version ist die Regierung dazu aufgefordert Entschädigungen an die vertriebenen Familien und für die Massaker zu zahlen. Ausserdem soll der Wiederaufbau gefördert und das Militär abgezogen werden. Tatsache ist, dass in 11 Jahren fast gar nichts geschehen ist. Der Annex soll dem ein wenig entgegentreten.

Das Treffen stellt sich als frustrierendes Spektakel heraus. 30 Minuten stehen zur Verfügung, damit sich vier Menschen über die Zukunft der Region Ixil äussern. Danach wird unterzeichnet, noch schnell ein Foto mit dem Präsidenten, eine Indianerfrau im Arm haltend, lächelnd, und weiter gehts im Programm. Man sollte wissen, dass in fünf Monaten Wahlen in Guatemala stattfinden, und der Präsident versucht öffentlich im günstigen Licht zu stehen. Nach seinem Abflug steht die Menge etwas verdutzt da. Keine Frage durfte gestellt werden, der Stimme der Menschen wurde nicht mal eine Sekunde gewidmet, und der Präsident besitzt sogar die Frechheit Autogramme auszuteilen! Ein Hoch auf die Demokratie!

Doch Francisco behält seinen Mut. Für ihn macht trotz allem das Treffen Sinn, und er bestärkt die Zusammenarbeit der Organisationen, und dass Punkt für Punkt alles Notwendige in Angriff genommen wird, damit die Entwicklung voran geht, und zwar für den Menschen.

Die Abende und Wochenenden verbringen wir weiterhin mit unseren Freunden. Jeder von ihnen trägt hier seinen kleinen Anteil zur Entwicklung bei. Es wird viel diskutiert oder einfach nur entspannt getrunken um den Tag ausklingen zu lassen.

Unsere Zeit in Nebaj geht zu Ende. Wir begleiten die Familie zu einem Ausflug, um den 15. Geburtstag von Yulissa, einer der Töchter, zu feiern. Jetzt hoffen wir noch, dass der Geldautomat bald wieder aufgefüllt wird, damit wir unsere Weiterreise zum See Atitlán bezahlen können.

Ich empfehle Euch noch, dann ist das Kapitel aber wirklich zu Ende, einen Blick auf den Blog von Benjamin zu werfen. Er kommt aus Deutschland, studiert Fotografie, und begleitet Projekte rund um Nebaj und bald vielleicht auch noch darüberhinaus. Spannende Bilder über Politik und Leben in Guatemala!

(Slideshow)

Tuesday, April 24, 2007

La haut dans la montagne...un peu plus près du ciel...?

Grâce à l'aide de Marcia et à ses contacts, nous pouvons donc déjà passer à l'action à peine 4 jours après notre arrivée.

Chaque matin nous partons avec la jeep de l'association à l'assault des cols cahoteux qui ont chaque jour raison de notre vieux tank! Une pause s'impose avant l'ultime ascension pour refroidir le moteur. Au bout d'une heure trente de rally nous atteignons alors Salquil qui se trouve à 18 km de Nebaj.

Accompagnés de la jeune Maria et de Mec, nous rencontrons les familles et découvrons leur mode de vie.
Nous travaillons en équipe car ici les gens parlent ixil et Maria et
Mec nous le traduisent. Nos entretiens durent environ 1h-1h30 selon les personnes.

Salquil est l'une des plus importantes aldeas de la région avec plus de 1000 habitations et
17000 habitants. Les familles ici sont en effet très grandes. Il y a environ 5 à 7 enfants par couple.Les maisons sont de briques de terre, de bois ou de parpin avec un toît , pour la plupart, de taule. Il n'y a pas plus de 2 pièces : une chambre et une cuisine. Le sol est de terre battue, au mieux de ciment. On y trouve vraiment que le stricte nécessaire.

Dans la cour, on pend les épis de maïs pour les faire sécher. Quelques volailles se chamaillent leur trouvailles.


La plupart des gens ici sont agriculteurs. Ils cultivent le maïs, les haricots rouges, quelques légumes comme le guisquil ou le chile cayote (sorte de courgette sucrée géante). Ces produits représentent l'essentiel de leur alimentation.Certains ont encore un cochon ou une vache, d'autres quelques moutons.

Les progrès technologiques de notre monde moderne ne sont pas encore arrivés jusqu'ici! Tout se fait à la main. Les outils sont rudimentaires et se résument souvent à une machette. Elle se porte à la ceinture dans son étui de cuir, toujours à porter de la main pour couper le bois,
creuser un trou, travailler la terre...
Pour porter le bois, les plus chanceux ont une mûle ou un cheval, les autres font des kilomètres le dos ou la tête chargés de plusieurs kilos.

Les femmes s'occupent des enfants, de moudre le maïs et tissent les fameux Wippiles agenouillées sur un simple sac dans la cour.
Les enfants participent aussi beaucoup à tous ces travaux, dès l'âge de 8 ans. De l'enfance, ils passent directement à la réalité du monde adulte. Ils
vont aussi à l'école bien sûr, une demie journée, le matin ou l'après midi. Parfois ils n'y vont pas du tout.

En bref, la vie est très dure dans ces montagnes et les gens ont une force incroyable.

Traversant le village dans tous les sens, nous sommes pour les enfants d'ici les "gringos", ça les
fait beaucoup rire, nous un peu moins mais il est clair qu'ils ne voient pas souvent de touristes dans le coin.

Nos impressions sont fortes et contradictoires face à tout ça : Nous sommes fascinnés par la douceur des traits de tous ces visages que nous croisons et par la force de leur regard. Les couleurs qu'ils portent fièrement et humblement à la fois sont chatoyantes, chamarées et salies. La montagne est magnifique et dure. La nature est reine mais les poubelles y fleurissent parfois plus que les fleurs...Ah, il y a tellement à dire, mais nous sommes, je crois, encore en train de comprendre tout cet univers et il est prématuré de mettre en mot toutes nos sensations.

A la fin de la journée, nous sommes épuisés et poussiéreux. Nous retrouvons alors nos amis aux Descanso pour décompresser et partager de bons moments comme l'anniversaire de Marcia ou d'autres soirées autour d'un billard ou d'un verre.

Si vous souhaitez voir plus d'images de tous ces gens, vous pouvez vous référer au blog de Benjamin qu'on vous propose en lien. Ca vaut la peine.

Leben in Nebaj


Mit Marcia ziehen wir durch die Strassen, auf dem Weg zu unseren neuen Gastfamilie. Wir werden feierlich von Adeleida und ihrer Familie begrüsst. Ihre drei Töchter, Julissa mit 14 Jahren, die 12-jährige Emilsa und schliesslich Berenice, die Jüngste mit 8 Jahren umringen uns und lassen nicht mehr los. Sie wollen alles wissen, bis ins kleinste Detail, voller Energie und unermüdlich. Doch brauchen wir erst einmal eine Dusche und ein wenig Ruhe.

In den ersten Tagen entdecken wir Nebaj, schlendern über den Markt oder entspannen uns bei einem Kaffe oder einer Limonade im Descanso, einer farbenfrohen Mischung aus Café und Restaurant. Der Blog benötigt etwas Auffrischungsarbeit und die Fotos müssen geordnet und gebrannt werden.

Gespannt begeben wir uns zu unserem ersten Meeting mit Asaunixil. Einer der vielen Organisationen, die sich um die Entwicklung der ökonomischen Situation in der Region kümmern, wie auch der Menschenrechte, Gleichberechtigung der Frauen und einer fundierten Ausbildung der Kinder und Jugendlichen. Asaunixil konzentriert sich auf landwirtschaftliche Aktivitäten, gesundheitliche Versorgung und Ausbildung. Mit Cosme und einigen Mitarbeitern diskutieren wir den Fragebogen durch, mit dem wir uns die nächsten drei Wochen auf die Dörfer begeben um die Familien über ihre Situation auszufragen. Es geht darum, genügend Informationen zu sammeln, um gezielt neue Projekte zu entwickeln.

Die erste Kommune Salquil liegt etwa 18 Kilometer in den Bergen entfernt, und zählt mit etwa 1100 Familien zu den wichtigeren Orten. Der Weg stellt sich als schwierig heraus. Der Pickup von Asaunixil scheint aus Vorkriegszeiten zu stammen und die steinigen Serpentinen sorgen dafür, dass wir regelmässig die Natur bestaunen dürfen, während sich der Motor erholt und das Kühlwasser brodelnd aus dem Reservoir dampft. Doch man gewöhnt sich zwangsweise an jegliche Umständlichkeit.

Miguel und María begleiten uns und übersetzen unsere Fragen in Ixil. Mit der Sprache begnen wir einer ganz anderen Kultur und Art zu Leben. Jede Familie bebaut sein eigenes Stück Land, um sich mit dem Nötigsten zu versorgen, was sich meistens mit Mais und Bohnen resumieren lässt. Gekocht wird mit einem kleinen Feuerchen auf dem Boden. Schlechte, oder einfach gar nicht vorhandene Abzugsysteme verqualmen die Häuser, wo sich die Menschen und vor allem die Kinder rund um die Uhr aufhalten. Gespielt wird auf dem Boden, dass heisst auf der Erde, zwischen den pickenden Hühnern und schmatzenden Schweinen. Mit etwas Glück schafft es eine Familie genügend Ernte für ein Jahr zu produzieren und vielleicht ein wenig auf dem Markt zu verkaufen. Die Frauen weben meistens traditionelle Kleidung. Eine unglaublich aufwendige Arbeit, die nur für wenig Geld verkauft werden kann. So müssen sich viele mit Krediten behelfen, um nicht hungern zu müssen. Doch besitzt dieses Volk eine unglaubliche Stärke. Unerschöpflich bearbeiten sie ihr kleines Stück Land mit den wenigen Werkzeugen, die sie besitzen, oder schleppen kiloschwere Last auf dem Kopf oder Rücken über Berg und Tal.

Alle haben unter dem Bürgerkrieg gelitten, viele haben Familienmitglieder durch sinnlose Massaker verloren. Noch heute werden Massengräber aufgesucht, um die Leichen, die seit über 20 Jahren dort verschorrt liegen, den Familien zu übergeben, damit diese mit einem anständigen Begräbnis Abschied nehmen können. Man spricht selten darüber. Die Erinnerung ist noch zu frisch und der Schmerz noch lange nicht verheilt.

Schritt für Schritt versuchen die Organisationen die Misere zu bekämpfen. Leider sind häufig auch persönliche oder politische Interessen darin verwickelt. Ein grosses Durcheinander! Nicht umsonst versuchen Forschungsprojekte ein wenig Licht in die Angelegenheit zu bringen. Doch gibt es Fortschritte. Entwicklungen in der Ausbildung vermindern erheblich die Analphabetenrate und verschiedenste Projekte verbessern Ernten oder die Viehzucht. Man könnte schon von einem kleinen Licht am Ende des Tunnels sprechen.

Abends suchen wir etwas Entspannung im Descanso oder bei Freunden. Wir entdecken das Kartenspiel als angenehme Abwechslung, gestalten Filmabende oder versuchen uns im Salsatanz oder Billardspiel, was unserer Gastmutter weniger gefällt. Sie zöge es vor, dass wir artig zu menschenwürdigeren Uhrzeiten nach Hause kämen. Die Kommunikation leidet, und selten teilen wir unsere Erlebnisse mit der Familie. Grund dafür ist auch die Omnipräsenz ihrer Religion. Das gesamte Wohnzimmer ist mit Psalmen und geschmacklosen Bildern regelrecht tapiziert.

Prinzipiell spielt Religion in Guatemala eine ganz entscheidende Rolle im Entwicklungsprozess. In der zweiten Hälfte des Bürgerkrieges hat sich eine neue Kirche ausgebreitet. Die sogenannte "Evangelische" Kirche. Sie scheint aber nur dem Namen dem europäischen Pendant zu gleichen. Laut Cosme, unserem baskischen Freund, handelt es sich dabei um ein von der CIA unterstütztes Projekt um die Bevölkerung ruhig und bei Laune zu halten. Grundprinzipien sind zum Beispiel totale Enthaltsamkeit von Alkohol und Zigaretten, der Glaube an die einzig wahre Religion, mit "baldiger" Erlösung, und alles entspringt dem Willen Gottes. Oder anders gesagt: Stelle bloss keine Fragen, Arbeite fleissig und alles ist gut, so wie es ist!

Es gibt eine unglaugliche Anzahl von diesen "evangelischen" Kirchenhäusern. Und jeden Donnerstag, Samstag und Sonntag, ab um 4 Uhr Nachmittags bis um 8 oder 9 Uhr Abends wird Gottesdienst gefeiert. Laute, ganz schlecht gespielte und gesungene Musik, die sich aus zwei Akkorden zusammensetzt und sich über Stunden im selben Rhythmus wiederholt, bis sich die Leute in einem Tranceartigen Zustand befinden, und dann wird kräftig Jesus angepriesen, er sei ja immer mit uns. Oft werden sogar noch Lautsprecher an der Aussenseite angebracht, so dass auch jeder im Dorf die Message empfängt. Es gibt dann auch noch einen "evangelischen" Fernseh- und Radiosender, mit unglaublich schlechten Musikvideos von singenden "Evangelen" oder überambitionierten, ja schon fanatische Predigten. Auf jedem zweiten Auto klebt auch ein kleiner Spruch mit nicht zu übershenden Buchstaben: "Ein Geschenk Gottes", "Jesus ist mit uns", "Mit Jesus sind wir stark" und was nicht sonst noch für unerträglichen Stumpfsinn. Jetzt schnell ins Descanso und ein kleines Bierchen, denn das Paradies ist glaube ich nichts für mich!

(Slideshow)

Saturday, April 21, 2007

Halbzeit in Nebaj

Es zählt hier nahezu zum Volkssport, die Busse bis auf den letzten Fleck auszufüllen. Dies mag ja zunächst ganz witzig erscheinen den Nachbarn halb auf dem Schoss sitzen zu haben, mit den Knien schmerzhaft zwischen den Sitzreihen verkantet zu sein und mit der linken Hand im Sichtfeld des Übernächsten herumzufummeln. Doch die nächsten 4 bis 6 Stunden stellen sich in dieser oder vergleichbarer Position schnell als quälende Höllenfahrt heraus. Die Strassen, oder eher zu breit geratene Waldwege, schlängeln sich durch die Berge, auf denen wir von einem Schlagloch zum nächsten hüpfend in Schrittgeschwindigkeit die Kilometer abrattern. Wie ist es nur möglich, dass die Insassen in Ruhe ihr Nickerchen abhalten können ohne sich durch das ganze Hin- und Herschleudern ihrer Köpfe das Genick zu brechen?

Wir müssen mehrmals umsteigen, mal eingequetscht im sogenannten Mikrobus, mal auf der Ladefläche eines Pickups, vom frischen Fahrtwind umweht. Man muss viel fragen. Fahrpläne oder Hinweise für Busstationen gibt es hier nicht.

Die Semana Santa geht zu Ende und einige ihrer Alkoholleichen dekorieren die Gehwege oder hängen sich an die müden Touristen. Äusserst schwierig diese wieder im ruhigen und freundlichen Ton loszubekommen. Die Misere sorgt dafür, dass Alkohol selten zum reinen Genuss und für etwas Heiterkeit getrunken wird, sondern eher zum Vergessen des häufig zum Dahinsiechen verdammten Leben.

Wir erreichen unser Ziel. Nebaj liegt in den Bergen im östlichen Teil Guatemalas und umfasst eine Region mit 90-95% indianischer Bevölkerung, hauptsächlich von den Maya abstämmige Ixil. Hier hat der Bürgerkrieg ganz besonders hart zugeschlagen. Ganze Dörfer wurden komplett dem Erdboden gleich gemacht. Besonders in den 80er-Jahren kam es zu den blutigsten Massakern, keiner und nichts wurde verschont. Seit dem Friedensvertrag ist die Situation wieder etwas stabiler. Doch muss quasi alles wieder von Grund auf neu errichtet werden. Geld gibt es dafür natürlich kaum. Die Bevölkerung auf dem Land ist extrem verarmt und schafft es kaum sich ordentlich durchzufüttern.

Wir wollen einen Monat bleiben und versuchen an einem Projekt teilzunehmen. Marcia kennt durch ihre Nachforschungen etliche Organisationen und besorgt uns auch gleich flux ein Treffen mit Cosme, ein Baske, der für eine spanische Organisation arbeitend in ganz Zentralamerika unterwegs ist, um dort Projekten den letzten Schliff zu verpassen. Er schlägt uns vor an einer Untersuchung teilzunehmen. Es handelt sich um eine Art Umfrage in den Dörfern, um festzustellen welche Dinge fehlen, welche Projekte am dringensten sind. Gleich am nächsten Morgen soll es losgehen.

Jetzt geht es dann erst einmal zu unseren neuen Gastfamilie. Ja richtig, diesmal kein Hotel! Marcia hat uns auch gleich noch ein Zimmer in ihrer Gastfamilie in Nebaj besorgt. Organisatorisch läuft hier ja alles wie geschmiert.

Nebaj, au coeur de la région Ixil.

Après un voyage encore éprouvant, nous atteignons la petite ville de Nebaj dans les montagnes de la Sierra Madre.
Il y reigne une agréable atmosphère. L'air est frais. Les regards sont plus doux et les sourires plus faciles à dénouer.
Dans toute la ville, se propage une odeur de feu de bois. Ici, encore peu de famille possèdent un fourneau, encore moins une gazinière. Pour cuisiner, le plus commun est un simple feu à même le sol dans leur petite maison de brique ou de bois.

Nous sommes accueillis par la même famille que Marcia, qui nous loue une chambre. A notre arrivée, les trois chicas de la maison nous font la fête : il y a l'aînée Julisa de 15 ans, Emilsa de 12 ans, et la petite dernière, un vrai clown, Berenice de 8 ans. Et puis il y a leur maman Adelaïda.

Les premiers jours, nous visitons la ville, son marché, son bar-resto le "Descanso" et nous jetons un oeil sur toutes les organisations non-gourvernementales à la recherche d'un projet de volontariat.

A ce sujet, Marcia nous présente son ami Cosme, un coopérant basque qui apporte son soutien à une association : Asaunixil, pour le développement de la communauté Ixil et de ses villages alentours.
Il nous parle de la situation de la région. Comme je vous le disais la dernière fois, ici, la guerria fut particulièrement violente. Il y a eu des massacres importants, les villages ont été détruits et certains abandomnés entièrement. Depuis quelques années, les réfugiés reviennent sur leur terre ou ce qui l'en reste.

Au Guatemala, les communautés indigènes sont discriminées et délaissées par les pouvoirs publics. Certains se rassemblent alors en association pour faire valoir leurs droits et faire respecter les accords de paix concernant le développement des régions les plus pauvres et qui furent les plus opprimées.

Asaunixil fait partie de ces associations. Elle oriente son travail sur trois grands axes :
- l'éducation : formations diverses proposées aux populations ixils, bourses d'études pour les femmes
- la santé : ouverture de pharmacies où les médicaments sont vendus à un prix minimes.
- développement agricole et technique : projet de culture sur les terrains comunautaires, construction d'une serre pour la culture de fleurs et de tomates, distribution de moulins pour moudre le maïs et le café...

Finalement, nous décidons de participer nous aussi au projet de cette même association après avoir rencontré l'équipe et Francisco, le président.
Notre mission sera de rassembler des informations sur la vie dans les aldeas (villages), sur les pratiques agricoles, l'élevage, le niveau d'éducation, l'état des habitations...
Avec cette banque d'informations, il est question de déterminer les besoins les plus urgents de ces populations islolées.

Il est maintenant temps pour nous de se retrousser les manches!

(Slideshow)

Monday, April 09, 2007

Semana Santa im Kerzenschein

Den Beginn der heiligsten aller Wochen durften wir noch in Flores bestaunen. Eine, von den Städtern gespielte, Eröffnungsprozession der Kreuzigung Jesus Christus. Für uns bedeutet diese Woche eine organisatorische Herausforderung. Die Preise schnellen in die Höhe, und freie Hotelzimmer werden zu Raritäten.

Unsere Reise geht weiter nach Semuc Champey. Ein kleiner Zwischenstopp in Cobán, wo wir den Schlafsaal mit zwei Dänen, Mathias und Maria, teilen. Zu viert erreichen wir am nächsten Tag unser Ziel. Semuc Champey ist eine Stelle des Flusses Cahabón, an der sich mehrere natürliche Schwimmbassins befinden. Wunderbar zum Planschen und Tauchen. Das Ganze von einer herrlichen Natur umgeben, und fertig ist das absolute Ferienparadies für Abenteuerlustige.

Wir wohnen im "El Portal", ein zwei Monate altes Bungalow-Hotel. Hier stossen wir auf Keren aus Israel und zwei Holländern, Doron und Marcia. Eine lustige Mischung aus Reisenden. Zum ersten Mal verbringen wir unsere Zeit ausschliesslich mit Ausländern. Zusammen entdecken wir die Höhlen von Lonquin oder besuchen die Abschlussprozession der Semana Santa. Zur Abkühlung ein kleiner Sprung von der 10 Meter hohen Brücke oder den kantigen Felsen in den kalten Fluss. Stundenlange Diskussion bis spät in die Nacht runden die Tage auf perfekte Weise ab.

Der Höhepunkt: Las Grutas Las Marias! Eine Tropfsteinhöhle mit unterirdischen Fluss. Was diese Angelegenheit so spannend macht, ist die Tatsache, dass keine Elektrizität existiert und alles im Kerzenschein entdeckt werden muss. Ausserdem ist der gesamte Weg im Wasser zurückzulegen, teilweise sogar schwimmend, und das mit Kerze in der Hand!

So schnell lassen wir unseren neuen Freunde nicht mehr los. Marci und Doron sind nämlich nicht nur zum Reisen in Guatemala. Als Anthropologenstudenten untersuchen sie zur Zeit die Fortschritte der NGOs (nongovernmental organisations - regierungsunabhängige Organisationen), die sich um den Wiederaufbau nach dem Bürgerkrieg - ofizielles Ende: 1996 - kümmern. Dazu gehört auch die erneute Integration der indianischen Flüchtlinge. Dies verlangt viel Arbeit in den verschiedensten Bereichen wofür natrürlich mal wieder wenig oder gar kein Geld zur Verfügung gestellt wird. Das System funktioniert vor allem durch eine bedeutende Anzahl von freiwilligen Helfern.

Wir folgen also Marci nach Nebaj, eine Stadt in einer Region mit vielen Aktivitäten, wo wir vielleicht hoffentlich die nächsten Wochen unsere Zeit für konstruktive und notwendige Arbeit nutzen können.
Semuc Champey - L'aventure commence...

Nous expérimentons à nouveau les transports guatémaltèques. On est prévenu, ça n'aura rien avoir avec nos trajets confortables mexicains...ça va secouer!! Les routes sont en général en très mauvais état. A vrai dire, seuls les plus grands axes sont en partie asphaltés.

Pour se déplacer, il y a le choix entre les vieux bus scolaires américains ou les minibus. Dans les deux cas, il faut se préparer : kilomètres après kilomètres, on est de plus en plus entassés.
Nous choisissons la camionnette qui nous paraît un peu plus sûre pour serpenter sur les routes de montagnes.

Après 7h de route, nous arrivons enfin à Coban. Nous y passerons une nuit bien fraîche avant de repartir pour Semuc Champey accompagnés de deux jeunes danois très sympas : Maria et Matthias.

Semuc Champey est situé au coeur de la montagne dans la région de Verapaz. Le climat y est chaud et humide, tropical en bref. Le soleil domine le matin mais vers 14h, les nuages reprennent le dessus. C'est un climat idéal pour la culture du cacao, du café et de la cardamome. La montagne est vraiment très belle.

Semuc n'est pas un village mais un site naturel magnifique. La rivière forme sur 100 mètres une succession de vasques à l'eau limpide. Ce sont des piscines naturelles. Dès notre arrivée, nous y passons l'après-midi avec toutes les familles guatémaltèque qui profitent ici de leurs quelques jours de congés.

Le lendemain, nous dévalons la rivière avec Lico, le patron du Portal où nous avons poser nos pénates. Les fesses bien vissées dans des chambres à air de voiture, on se laisse emporter par le courant et admirons le paysage.

L'ambiance au Portal est aussi très convivial le soir venu. Une grande table est dressée sous la cabaña pour réunir les touristes à l'heure du dîner. C'est là que nous ferons la connaissance de Keren, une jeune israélienne et de deux étudiants hollandais Marcia et Doron, sans oublié non plus Maria et Matthias.
Ensemble, nous partageons de fortes expériences : sauter d'un pont de 10 m dans l'eau bien fraîche de la rivière...attention aux fesses, ça claque!! Bon, pour ma part je me contente d'un rocher de 4 m après avoir tergiversé quelques 40 minutes au dessus du vide!!
Nous assistons à la dernière procession de la semana santa dans le village de Lanquin. C'est un défilé aux mille couleurs mais dans une ambiance aussi très grave.
Nous explorons aussi des grottes à la nage, une bougie à la main. Une vrai aventure !
Nous savourons encore de très belles soirées à la lumière de la bougie, avec nos amis les insectes géantissimes, autour d'un verre et d'une belotte à l'hollandaise.
Avec Marcia et Doron, nous approffondissons nos connaissances sur la situation du pays :

En fait, les communautés mayas sont très nombreuses ici et représentent 70 pourcent de la population. Elles ont été les plus grandes victimes de la guerre civile qui a déchiré le Guatemala pendant 36 ans et qui s'est terminée il y a seulement 10 ans. Le pays se remet difficilement de tout ça. L'inalphabétisme est très fort. Certaines régions sont extrèmement pauvres. Tout est à reconstruire mais bien sûr certains profitent allègrement de la situation. Le Guatemala est un pays qui possède de grandes richesses naturelles mais le peuple ici n'en voit évidemment pas la couleur. Ce sont les grands propriétaires terriens qui se partagent le gâteau! Pendant que les enfants souffrent de mal nutrition. Et les hommes politiques ici ne cherchent pas vraiment à changer les choses, ils se remplisssent simplement les pôches. Heureusement, de plus en plus d'organisations non gouvernementales se développent un peu partout et font pression sur la communauté internationale pour obtenir des fonds et obtenir des engagements du gouvernement.
Marcia nous parle aussi de son travail sur le retour des réfugiés sur leur terre qui est loin d'être simple comme vous pouvez vous l'imaginer.

Au terme de ce week-end très dense en découvertes, nous décidons de suivre Marcia à Nebaj, une petite ville de la région ixil, où le conflit armé a été particulièrement violent.

(Slideshow)
El Remate - Tikal

De Flores, nous partons pour le village d'El Remate à quelques 30km. Un peu plus loin des touristes avec qui décidément on a du mal à rester.
Nous profitons du lac et du paysage valloné alentour.
Les gens vivent ici un peu du tourisme, surtout en cette période de vacances, et de l'agriculture. Globalement, la vie semble nettement plus dure ici. Les enfants travaillent aussi beaucoup et les sourires sont plus timides. Ce n'est bien sûr qu'une première impression. Pour ce qui est de nos rencontres avec les otoctones, elles sont pour l'instant souvent motivées par l'argent, ce qui n'enlève rien à leur amabilité mais on doit s'habituer.

Au lever du soleil, nous partons pour Tikal, une des plus grande cité du monde maya. Comme Palenque, elle est plongée dans la jungle tropicale, avec ses singes araignées et hurleurs, ses toucans et autres autres oiseaux étonnants comme le "Pabo" - espèce de dindon sauvage très coloré.

Ce site est peut être le plus impressionnant jusqu'à maintenant. Ces temples, éloignés de quelques kilomètres, culminent à des hauteurs vertigineuses. Nous pouvons atteindre leur sommet en crapahutant sur de petites échelles en bois à environ 50m de haut....l'ascension est assez angoissante mais le spectacle est superbe : la jungle s'étendant à perte de vue. Un peu de repos et de méditation avant de s'y replonger pour arriver au palais ou temple suivant.
Le site est immense car à l'apogée de la ville de Tikal, au VI ème siècle, elle comptait 90000 habitants.
Le mystère de ce site reste son emplacement. Dans un environnement aussi hostile que la jungle, les archéologues ne comprennent toujours pas pourquoi les mayas ont choisi de s'y installer.


Tief im Dschungel auf der Spur der Maya

Wir lassen nicht locker. Nach drei ruhigen Wochen im Botadero brauchen wir wieder ein wenig Wegstrecke. Das Reisefieber feuert uns wieder an. Doch bleiben wir mit nur 30 Kilometern sehr zurückhaltend. Nach El Remate, auf die andere Seite des Sees Petén Itza, gehts. Hier ist es ruhiger und wir entspannen uns im kühlenden Wasser. Noch mit ein paar Schwierigkeiten begegnen wir der neuen Lebensart der Quatemaltesern. Deutlich ärmer, versucht man aus jeglicher Situation irgendwie Geld herauszuschlagen. Doch kann man ihnen das etwa übel nehmen? So versuchen wir uns daran zu gewöhnen ohne den Kontakt zur lokalen Gemainschaft zu scheuen.

Noch haben wir nicht genug von den Mayas und kaufen ein Ticket fürs Taxi zur berühmtesten Stätte Guatemalas: Tikal. Der Wecker klingelt um 5 Uhr 10, ein bisschen Zähneputzen und rein ins Taxi! Wir scheinen uns noch nicht wirklich von unserer Abschiedsfeier in Chetumal erholt zu haben. Unsere kleine Reiseverpflegung fällt kläglich aus: Reiseführer und Sonnenbrille vergessen, ein mickriges Lunchpaket vom Hotel und gerade soviel Geld, dass es für den Eintritt reicht. Was wir nicht bedacht haben, ist die Tatsache, dass wir damit etwa 7 Stunden überleben müssen!

Der Ausflug stellt sich als fantastisches Erlebnis heraus. Tief im Dschungel befindet sich die ehemalige Stadt. Nur ein äusserst geringer Teil ist wirklich sichtbar. Der Rest liegt noch tief vergraben unter dichtem Urwald. Man fühlt sich schon wie ein kleiner Indiana Jones, wenn man, eine Liane und Palmenblätter aus dem Weg schiebend, wieder auf einen Tempel stösst. Eine ganz besondere Herausforderung für Höhenängstige. Mit mulmigem Gefühl besteigt man die Pyramiden über wackelige, an der Seite angebrachte Holzleitern. Viel Absicherungen gibt es hier nicht. Doch lohnen sich die pulstreibenden Aufstiege. Der Ausblick über Dschungel bis zum Horizont aus dem die einzelnen Tempelspitzen herauststechen ist überwältigend!

(Slideshow)