Grâce à l'aide de Marcia et à ses contacts, nous pouvons donc déjà passer à l'action à peine 4 jours après notre arrivée.Chaque matin nous partons avec la jeep de l'association à l'assault des cols cahoteux qui ont chaque jour raison de notre vieux tank! Une pause s'impose avant l'ultime ascension pour refroidir le moteur. Au bout d'une heure trente de rally nous atteignons alors Salquil qui se trouve à 18 km de Nebaj.
Accompagnés de la jeune Maria et de Mec, nous rencontrons les familles et découvrons leur mode de vie.
Nous travaillons en équipe car ici les gens parlent ixil et Maria et Mec nous le traduisent. Nos entretiens durent environ 1h-1h30 selon les personnes.
Salquil est l'une des plus importantes aldeas de la région avec plus de 1000 habitations et 17000 habitants. Les familles ici sont en effet très grandes. Il y a environ 5 à 7 enfants par couple.Les maisons sont de briques de terre, de bois ou de parpin avec un toît , pour la plupart, de taule. Il n'y a pas plus de 2 pièces : une chambre et une cuisine. Le sol est de terre battue, au mieux de ciment. On y trouve vraiment que le stricte nécessaire.
Dans la cour, on pend les épis de maïs pour les faire sécher. Quelques volailles se chamaillent leur trouvailles.

La plupart des gens ici sont agriculteurs. Ils cultivent le maïs, les haricots rouges, quelques légumes comme le guisquil ou le chile cayote (sorte de courgette sucrée géante). Ces produits représentent l'essentiel de leur alimentation.Certains ont encore un cochon ou une vache, d'autres quelques moutons.
Les progrès technologiques de notre monde moderne ne sont pas encore arrivés jusqu'ici! Tout se fait à la main. Les outils sont rudimentaires et se résument souvent à une machette. Elle se porte à la ceinture dans son étui de cuir, toujours à porter de la main pour couper le bois, creuser un trou, travailler la terre...
Pour porter le bois, les plus chanceux ont une mûle ou un cheval, les autres font des kilomètres le dos ou la tête chargés de plusieurs kilos.
Les femmes s'occupent des enfants, de moudre le maïs et tissent les fameux Wippiles agenouillées sur un simple sac dans la cour.Les enfants participent aussi beaucoup à tous ces travaux, dès l'âge de 8 ans. De l'enfance, ils passent directement à la réalité du monde adulte. Ils vont aussi à l'école bien sûr, une demie journée, le matin ou l'après midi. Parfois ils n'y vont pas du tout.
En bref, la vie est très dure dans ces montagnes et les gens ont une force incroyable.
Traversant le village dans tous les sens, nous sommes pour les enfants d'ici les "gringos", ça les fait beaucoup rire, nous un peu moins mais il est clair qu'ils ne voient pas souvent de touristes dans le coin.
Nos impressions sont fortes et contradictoires face à tout ça : Nous sommes fascinnés par la douceur des traits de tous ces visages que nous croisons et par la force de leur regard. Les couleurs qu'ils portent fièrement et humblement à la fois sont chatoyantes, chamarées et salies. La montagne est magnifique et dure. La nature est reine mais les poubelles y fleurissent parfois plus que les fleurs...Ah, il y a tellement à dire, mais nous sommes, je crois, encore en train de comprendre tout cet univers et il est prématuré de mettre en mot toutes nos sensations.
A la fin de la journée, nous sommes épuisés et poussiéreux. Nous retrouvons alors nos amis aux Descanso pour décompresser et partager de bons moments comme l'anniversaire de Marcia ou d'autres soirées autour d'un billard ou d'un verre.Si vous souhaitez voir plus d'images de tous ces gens, vous pouvez vous référer au blog de Benjamin qu'on vous propose en lien. Ca vaut la peine.
Leben in Nebaj
Mit Marcia ziehen wir durch die Strassen, auf dem Weg zu unseren neuen Gastfamilie. Wir werden feierlich von Adeleida und ihrer Familie begrüsst. Ihre drei Töchter, Julissa mit 14 Jahren, die 12-jährige Emilsa und schliesslich Berenice, die Jüngste mit 8 Jahren umringen uns und lassen nicht mehr los. Sie wollen alles wissen, bis ins kleinste Detail, voller Energie und unermüdlich. Doch brauchen wir erst einmal eine Dusche und ein wenig Ruhe.
In den ersten Tagen entdecken wir Nebaj, schlendern über den Markt oder entspannen uns bei einem Kaffe oder einer Limonade im Descanso, einer farbenfrohen Mischung aus Café und Restaurant. Der Blog benötigt etwas Auffrischungsarbeit und die Fotos müssen geordnet und gebrannt werden.
Gespannt begeben wir uns zu unserem ersten Meeting mit Asaunixil. Einer der vielen Organisationen, die sich um die Entwicklung der ökonomischen Situation in der Region kümmern, wie auch der Menschenrechte, Gleichberechtigung der Frauen und einer fundierten Ausbildung der Kinder und Jugendlichen. Asaunixil konzentriert sich auf landwirtschaftliche Aktivitäten, gesundheitliche Versorgung und Ausbildung. Mit Cosme und einigen Mitarbeitern diskutieren wir den Fragebogen durch, mit dem wir uns die nächsten drei Wochen auf die Dörfer begeben um die Familien über ihre Situation auszufragen. Es geht darum, genügend Informationen zu sammeln, um gezielt neue Projekte zu entwickeln.
Die erste Kommune Salquil liegt etwa 18 Kilometer in den Bergen entfernt, und zählt mit etwa 1100 Familien zu den wichtigeren Orten. Der Weg stellt sich als schwierig heraus. Der Pickup von Asaunixil scheint aus Vorkriegszeiten zu stammen und die steinigen Serpentinen sorgen dafür, dass wir regelmässig die Natur bestaunen dürfen, während sich der Motor erholt und das Kühlwasser brodelnd aus dem Reservoir dampft. Doch man gewöhnt sich zwangsweise an jegliche Umständlichkeit.Miguel und María begleiten uns und übersetzen unsere Fragen in Ixil. Mit der Sprache begnen wir einer ganz anderen Kultur und Art zu Leben. Jede Familie bebaut sein eigenes Stück Land, um sich mit dem Nötigsten zu versorgen, was sich meistens mit Mais und Bohnen resumieren lässt. Gekocht wird mit einem kleinen Feuerchen auf dem Boden. Schlechte, oder einfach gar nicht vorhandene Abzugsysteme verqualmen die Häuser, wo sich die Menschen und vor allem die Kinder rund um die Uhr aufhalten. Gespielt wird auf dem Boden, dass heisst auf der Erde, zwischen den pickenden Hühnern und schmatzenden Schweinen. Mit etwas Glück schafft es eine Familie genügend Ernte für ein Jahr zu produzieren und vielleicht ein wenig auf dem Markt zu verkaufen. Die Frauen weben meistens traditionelle Kleidung. Eine unglaublich aufwendige Arbeit, die nur für wenig Geld verkauft werden kann. So müssen sich viele mit Krediten behelfen, um nicht hungern zu müssen. Doch besitzt dieses Volk eine unglaubliche Stärke. Unerschöpflich bearbeiten sie ihr kleines Stück Land mit den wenigen Werkzeugen, die sie besitzen, oder schleppen kiloschwere Last auf dem Kopf oder Rücken über Berg und Tal.
Alle haben unter dem Bürgerkrieg gelitten, viele haben Familienmitglieder durch sinnlose Massaker verloren. Noch heute werden Massengräber aufgesucht, um die Leichen, die seit über 20 Jahren dort verschorrt liegen, den Familien zu übergeben, damit diese mit einem anständigen Begräbnis Abschied nehmen können. Man spricht selten darüber. Die Erinnerung ist noch zu frisch und der Schmerz noch lange nicht verheilt.
Schritt für Schritt versuchen die Organisationen die Misere zu bekämpfen. Leider sind häufig auch persönliche oder politische Interessen darin verwickelt. Ein grosses Durcheinander! Nicht umsonst versuchen Forschungsprojekte ein wenig Licht in die Angelegenheit zu bringen. Doch gibt es Fortschritte. Entwicklungen in der Ausbildung vermindern erheblich die Analphabetenrate und verschiedenste Projekte verbessern Ernten oder die Viehzucht. Man könnte schon von einem kleinen Licht am Ende des Tunnels sprechen.Abends suchen wir etwas Entspannung im Descanso oder bei Freunden. Wir entdecken das Kartenspiel als angenehme Abwechslung, gestalten Filmabende oder versuchen uns im Salsatanz oder Billardspiel, was unserer Gastmutter weniger gefällt. Sie zöge es vor, dass wir artig zu menschenwürdigeren Uhrzeiten nach Hause kämen. Die Kommunikation leidet, und selten teilen wir unsere Erlebnisse mit der Familie. Grund dafür ist auch die Omnipräsenz ihrer Religion. Das gesamte Wohnzimmer ist mit Psalmen und geschmacklosen Bildern regelrecht tapiziert.
Prinzipiell spielt Religion in Guatemala eine ganz entscheidende Rolle im Entwicklungsprozess. In der zweiten Hälfte des Bürgerkrieges hat sich eine neue Kirche ausgebreitet. Die sogenannte "Evangelische" Kirche. Sie scheint aber nur dem Namen dem europäischen Pendant zu gleichen. Laut Cosme, unserem baskischen Freund, handelt es sich dabei um ein von der CIA unterstütztes Projekt um die Bevölkerung ruhig und bei Laune zu halten. Grundprinzipien sind zum Beispiel totale Enthaltsamkeit von Alkohol und Zigaretten, der Glaube an die einzig wahre Religion, mit "baldiger" Erlösung, und alles entspringt dem Willen Gottes. Oder anders gesagt: Stelle bloss keine Fragen, Arbeite fleissig und alles ist gut, so wie es ist!
Laute, ganz schlecht gespielte und gesungene Musik, die sich aus zwei Akkorden zusammensetzt und sich über Stunden im selben Rhythmus wiederholt, bis sich die Leute in einem Tranceartigen Zustand befinden, und dann wird kräftig Jesus angepriesen, er sei ja immer mit uns. Oft werden sogar noch Lautsprecher an der Aussenseite angebracht, so dass auch jeder im Dorf die Message empfängt. Es gibt dann auch noch einen "evangelischen" Fernseh- und Radiosender, mit unglaublich schlechten Musikvideos von singenden "Evangelen" oder überambitionierten, ja schon fanatische Predigten. Auf jedem zweiten Auto klebt auch ein kleiner Spruch mit nicht zu übershenden Buchstaben: "Ein Geschenk Gottes", "Jesus ist mit uns", "Mit Jesus sind wir stark" und was nicht sonst noch für unerträglichen Stumpfsinn. Jetzt schnell ins Descanso und ein kleines Bierchen, denn das Paradies ist glaube ich nichts für mich!(Slideshow)
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