Sunday, July 22, 2007

Entspurt in Mexiko-City

Etwas überrascht empfängt uns unsere Gastfamilie, etwas bleich und früher als geplant erreichen wir die letzte Station. Erst einmal ein wenig Ruhe und Antibiotika für den Verdauungstrakt. Relativ schnell erholen wir uns und raffen uns für die abschließenden Aktivitäten auf.

Denken wir zum Beispiel an den Botadero oder Guatemala zurück erscheint es uns wie eine Ewigkeit. Doch die Ankunft in Mexiko vor viereinhalb Monaten scheint letzte Woche gewesen zu sein. Das Zeitgefühl in unseren Erinnerungen wirkt verdreht. Die Reihenfolge der einzelnen Etappen stimmt nicht mehr. Wir baden in den Ereignissen, der letzten Wochen und Monaten. Es ist getan! Doch bleibt uns noch die Hauptstadt.

Als wir am Anfang der Reise standen fühlten wir uns reichlich überfordert und konnten kaum vom Angebot profitieren. Doch ist und bleibt Mexiko-City ein ganz große Ausnahme. Wirklich attraktiv ist uns dieser Ort nicht. Hässlich gibt sich die Stadt und ein ständiges, unsicheres Gefühl begleitet uns an den verschiedensten Ecken und Enden. Wir erfüllen das Touristenprogramm und erledigen unsere letzten Einkäufe. Doch warten wir auch auf unseren Abflug. Die letzten Tage ziehen sich ein wenig in die Länge. Vor allem zeigt sich das Wetter von der schlechtesten Seite, die Regenzeit hat begonnen, was uns zu eher unfreiwilligem Stubenhockerdasein zwingt.

Die allerletzte Etappe rückt heran. Das Gepäck! Schaffen wir auch alles unterzubringen, und wird unser ganzes Geschirr und sonstiger zerbrechlicher Kram auch sicher in Paris ankommen? Das einchecken klappt einwandfrei! Noch ein Käffchen mit Stephany und wir begeben uns schließlich in den Wartebereich.

Das Abenteuer geht zu Ende und wir warten auf unsere Familie und Freunde. Noch müssen wir insgesamt 14 Stunden Reisen überstehen. Das Wetter ist mittelmäßig, wird das Flugzeug starten dürfen? Ein letztes Mal werden unsere Flugtickets geprüft, das Handgepäck mit dem Zerbrechlichem verstaut, die Turbinen brausen auf und wir verlassen mexikanischen Boden! Viereinhalb Monate bleiben in unserem Herzen. Es gibt viel zu erzählen, viele Fotos zu zeigen und Reisen ist eigentlich nur halb so kompliziert, als wie man sich so vorstellen mag. Warten wir aufs nächste Abenteuer!

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